Die Internet-Beziehung

Heutzutage ist es mit der zunehmenden Massenmigration und der Digitalisierung nicht leicht, eine Beziehung mit jemandem anzufangen. Die digitalen Medien machen es Leuten möglich, ein völlig anderes Selbst von sich zu erfinden. Was früher nur einfallsreiche und fleißige Trickbetrüger machten, ist heute bei ziemlich vielen Leuten Usus. Da geben sich Leute als reich, schön und einflußreich aus oder als total nette Typen und nach einigen Monaten Beziehung merkt man, dass alles erstunken und erlogen war. Schön, wenn man eh nichts zu verlieren hat- aber wenn der Trickbetrüger während der Beziehungs-Zeit einen um ein Vermögen erleichtert, schaut es schon ganz anders aus. Wenn sie schon Mal das richtige Geschlecht haben, ist es ja super, denn wie oft flirten irgendwelche afrikanischen und südasiatischen Internet-Kriminellen männlichen Geschlechts mit männlichen Interessenten in Europa und geben sich als „Cindy“ oder „Candy“ aus und was sie nicht alles sind, was sie nicht alles studieren und modeln und schauspielern und was sie nicht alles für Träume haben. Am unteren Ende der Welt sitzt ein afrikanischer Trickbetrüger in einer Wohnung und kassiert die „Zuwendungen“ der Idioten ab. Aber man sollte realistisch sein. Man sollte in den Spiegel schauen und sich dann ernsthaft fragen- auf wen könnte ich interessant wirken? Und dann sollte man sich fragen, wie es kommt, dass man es nicht schafft, in seinem „normalen“ Umfeld einen Partner zu finden und auf das Internet zurückgreift, als wäre das Internet eine Art Idioten-Paradies, in dem alle Versager und alle, die es sonst nicht schaffen, die schönsten Frauen und die besten Männer abkriegen. Ist es nicht so, dass sich die notgeilen Männer genieren, vor einer Frau aus ihrem Umfeld, die auch noch gut ausschaut und dann eben auch Ansprüche stellt, zu sagen, dass sie notgeil sind und eine Frau nur als Haussklavin und Werkzeug brauchen, weil sie jeden Tag mehrmals umsonst zusammengeblasen werden wollen? Dass diese ganzen asiatischen und osteuropäischen Beziehungen auch eine Art von erpresserischem Menschenhandel sind, ist ja wohl offensichtlich, denn bevor die Frau gar kein Einkommen, keine Krankenversorgung und gar nichts hat, lutscht sie halt jeden Tag fleißig an dem Penis von irgend einem dieser Kindsfrauenerbumser und macht ihm den Haushalt. Und eine Frau, die eigentlich erfolgreich ist und ein gutes Leben hat, muss sich auch fragen, warum sie nicht in der Lage ist, in einem realen und nichtvirtuellen Umfeld jemanden zu finden und wie einfältig man sein kann, zu glauben, dass man im Internet völlig andere, und zwar viel bessere Menschen findet als die, die um einen herum sind? Das Internet ist nicht der Partnerhimmel und soziale Netzwerke sind kein Verzeichnis von idealen Menschen, sondern eher von Menschen, die sich selbst als ideal stilisieren. So gut wie immer sind mit Internet-Bekanntschaften gewisse Absichten verbunden- so wie im realen Leben auch. Sobald die Schulzeit vorbei ist, merkt man halt, dass alle etwas von einem wollen und dass diese unschuldigen Freundschaften nur im Mikrokosmos Schule funktioniert haben und man ihn damals viel zu wenig zu schätzen gewusst hat!

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Das Keramikmesser

Weil es leider keine Messerschleifer mehr gibt, die durch die Städte fahren und abgestumpfte Stahlmesser schärfen, habe ich meinem Mitbewohner zum Geburtstag ein Set Keramikmesser geschenkt. Ich bin ja ein praktischer Schenker und wenn ich schon so eine blöde Konvention einhalten muss, dann schenke ich etwas Vernünftiges: Einmal Klopapier, einmal Herrensocken, einmal eine Klobürste und eben die Keramikmesser. Ich dachte, ich mache meinem Mitbewohner eine Freude damit, weil ich überzeugt war, die Keramikmesser seien besser. Nun ja: Nachdem sich mein Mitbewohner gleich an den ersten Tagen beide Hände blutig geschnitten hatte, war eines klar: Menschliche Haut und Blutwege schneiden diese Keramikmesser wirklich gut. Alles andere hingegen schneiden sie eher mittelmäßig bis schlecht. An Gemüse-Hacken oder Brot schneiden ist gar nicht zu denken. Man soll keinen Druck ausüben- aber wenn das blöde Keramikmesser nicht schneidet- was soll ich denn tun? Ich kann das Brot doch nicht mit dem stumpfen Keramikmesser streicheln! Aber das Ärgerlichste ist ja wohl, dass ich in einem Moment der Unachtsamkeit, wie man sie hat, wenn man beim Geschirrspülen meditiert, mit dem Keramikmesser den Wasserhahn touchiert habe und natürlich ist mir von dem blöden Keramik-Ding eine Kerbe rausgesprungen. Es war nicht das erste Mal- denn beim anderen Keramikmesser reichte schon das Hineintun in die Schublade, um seine Spitze abzubrechen. Ein weiteres, das ich ins Spülbecken habe gleiten lassen, verlor auch einen Splitter- denn man denkt ja immer, ein Küchenutensil muss doch so etwas aushalten. Jetzt will man die kaputten Keramikmesser nicht wegwerfen, weil man denkt: Schade ums Geld. Aber Keramik-Kleinteile schlucken und Darmbluten bekommen will ich auch nicht. Wer zum Teufel hat diese blöden Keramikmesser erfunden? Warum schneidet man sich immer mit denen und warum schneiden die nichts anderes als Menschenfleisch?

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„Agugugu, Agagaga“

Letztens sitze ich in einem Restaurant- natürlich eher unfreiwillig. Neben uns sitzt eine Gesellschaft, die offenbar eine Verlobung oder einen Geburtstag oder irgend einen anderen Mist feiert. Das wäre ja noch alles in Ordnung, aber mit dabei in der Runde ist ein Säugling, der dauernd schreit. Er schreit, weil er offensichtlich seit Stunden vollgekackte Windeln hat. Natürlich ist niemand von der feinen Gesellschaft bereit, ihm die zu wechseln. Stattdessen steckt das Balg im Kinderwagen und neben ihm sitzt die Tante und versucht, das schreiende Balg „aufzuheitern“, so dass es aufhört, zu schreien. Dazu macht sie ständig Grimassen und sagt „Agugugu, Agagaga!“ Das Kind macht für kurze Momente große Augen und scheint zu lächeln- es ist eigentlich eine Reaktion der Angst vor dem großen Gesicht der Agugugu-Tante, aber die bildet sich ein, das gefällt dem Kind und hört mit dem lästigen „Agugugu-Agagaga“ nicht auf. Sie schafft es tatsächlich, das Kind von seiner vollgekackten Windel abzulenken, aber ich weiß nicht, was besser ist: Das mit hoher Stimme artikulierte unaufhörliche „Agugugu Agagaga“ oder das Geschrei des scheißenden Vaginalspermalprodukts, das alle ja nur süß finden, wenn sie ihm nicht seine Scheiße zwischen den Beinen herauswischen müssen, die immer an den Händen und unter den Fingernägeln picken bleibt und über jeden Händedruck und jede Türklinke E-Coli und andere Kackbakterien auf den unbeteiligten Teil der Menschheit überträgt. Ich bin auch etwas skeptisch, was die Heranziehung von in Zukunft selbstzufriedenen Vollidioten angeht, die als Kind anstatt Fremdsprachen, Märchen und Geschichten zu hören und Eltern zu haben, die sich nicht auf irgendwelche Werbeversprechen von ekelhaften Plastikwindeln verlassen und minütlich dem scheißenden Ungeheuer die Windeln wechseln, wenn sie es schon produziert haben, schon als Säugling lernen, dass Pohygiene überbewertet wird, man lieber eine Drecksau sein soll und dass es keine Schande ist, wenn ihr Bildungsgrad nach 18 Jahren über „Agugugu“ und „Agagaga“ nicht viel hinausgeht.

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Der Unglückstag

Ich wurde neulich darauf hingewiesen, dass letztens Freitag, der 13. war. Ich habe das ehrlich gesagt nicht gemerkt, denn bei mir hat Donnerstag, der 12., an dem mir persönlich ziemlich viel Mist passiert ist, so einen Eindruck hinterlassen und so ein bildliches Loch in meine Physis gebrannt, dass ich gar nicht registriert habe, dass am nächsten Tag „Freitag, der 13.“ war. Für mich war es nämlich ruthwitts „Schwarzer Donnerstag“, der mir das Leben so richtig vermiest hat- ja, das ist nicht mit ein paar Valium oder einer Flasche Schnaps getan, wenn so ein Unglück passiert. Und wenn mir das nächste Unglück an einem Montag oder Dienstag passiert- denn ich scheine dafür eine Gabe zu haben-, werde ich mich auch ein bißchen ärgern, denn der Aberglaube hilft den Menschen offenbar, schlimme Sachen zu verarbeiten. Wenn mir das Desaster am Freitag, den 13., passiert wäre, wäre es nicht weniger schlimm gewesen, aber ich hätte sagen können, dass es an den Mächten der Finsternis liegt, die versuchen, den gutgläubigen und glückhaften Menschen in die Schattenwelt zu ziehen. So sitze ich nun da, mache mir Vorwürfe und frage mich: Hätte ich dieses Unglück/Pech/Desaster irgendwie verhindern können?

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Der Aberglaube

Gestern ist mir eine schwarze Katze über den Weg gelaufen. Heute habe ich begonnen, mich zu fragen, wie eigentlich der Aberglaube ist: Ist es Pech, wenn die schwarze Katze von links nach rechts über die Straße geht oder wenn sie von rechts nach links über die Straße geht? Und was passiert dann konkret? Stirbt man oder erkrankt man oder passiert einfach etwas Schlimmes? Denn mir passiert dauernd etwas Schlimmes- jeden Tag, und zwar mehrmals! Ich muss aber auch sagen, dass mir dauernd schwarze Katzen über den Weg laufen. Vorgestern eine. Weiß nicht mehr, von welcher Seite auf welche Seite sie gelaufen ist. Gestern wieder eine. Sie ist aber nur über die halbe Straße gelaufen und dann wieder zurückgelaufen- passiert mir jetzt etwa nur ein halbes Unglück? Und wie stellt ein Mensch, dem dauernd lauter Übel widerfährt, fest, ob die schwarze Katze daran schuld ist- und welche schwarze Katze genau an welchem Unglück schuld ist? Wäre es besser, eine virtuelle Brille zu tragen, um keine schwarzen Katzen mehr sehen zu müssen? Und werde ich wirklich immer krank, wenn ich von kleinen Kindern träume? Das behaupten jedenfalls die, die an diesen Hokuspokus glauben- ich aber bin doch nicht pervers und außerdem hasse ich Kinder- träume also auch nie von denen, werde aber trotzdem krank!

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Die Smartphone-Tipper

Mein Mitbewohner beschwert sich, dass wir nie gemeinsam frühstücken. Nun- ich habe meine Gründe dafür. Ich finde zum Beispiel, dass, wenn man gemeinsam frühstückt, man sich auch unterhalten sollte, beziehungsweise höflich zu den Leuten am Tisch sein sollte.  Sonst hat ja das gemeinsame Frühstücken keinen Sinn. Heute mache ich uns also ein gemeinsames Frühstück und was macht mein Mitbewohner? Er taucht natürlich gar nicht erst zu seinem weich gekochten Ei auf, denn er hat anderes zu tun, und dann meckert er, dass das Ei kalt oder hart oder beides ist. Nachdem er seinen Ärger mit einem Schluck Kaffee, der natürlich auch schon kalt geworden ist, hinuntergeschluckt und sich an den Tisch gesetzt hat und ich eigentlich erwarte, mich zu unterhalten, nimmt er sein Smartphone und tippt von der ersten bis zur letzten Minute des „gemeinsamen“ Frühstücks sehr wichtige Nachrichten an die facebook-Bekanntschaften, die natürlich keine Sekunde lang warten können. Ich persönlich finde es extrem unhöflich und dreist, wenn Leute am Tisch SMS und Nachrichten am Handy tippen- das ist nicht nur sehr verletzend für die Beisitzer am Tisch, sondern zeugt auch von einem Mangel an Erziehung. Und das Schlimmste ist, wenn sich gerade solche Leute, die ja „nur kurz“ ihren wichtigen Senf zu irgend einem Schwachsinn auf facebook und WhatsApp und Werweißwiedasallesheißt dazugeben müssen, während die anderen am Tisch dumm dasitzen und auf die Decke starren, darüber aufregen, wie andere auf sozialen Netzwerken herumhängen. Ich sage: Diese Tipperei, Handy-Glotzerei und Scrollerei ist eine Krankheit und ich befürchte, es ist kein Kraut dagegen gewachsen! Eines ist klar: Das war das letzte Frühstück mit meinem Mitbewohner- ich kann mich nämlich mit mir selbst viel besser unterhalten und bin zu mir selbst auch viel höflicher und aufmerksamer!

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Die Notlügen

Lügen werden von moralischen Menschen als Sünde angesehen. Aber Lügen sind in unserem Alltag unersetzlich! Wie oft fragt uns ein Bekannter, den wir zufällig treffen und den wir nicht wollen, ob wir nicht einmal zum Essen vorbeikommen. Und was sagen wir: Ja, wir kommen sicher einmal. Das heißt: Niemals! Oder es bereitet jemand etwas zu essen und wir sagen, dass es ganz toll ausschaut und dann wird uns das angeboten und wir müssen das widerliche Essen hinunterwürgen! Oder wir sagen, jemand sei gut beim Sex gewesen obwohl klar ist, dass wir uns eher fadisiert haben, weil es einfach mit der falschen Person passiert ist, die biochemisch nicht zu uns passt und wir uns das ganz anders vorgestellt haben! Oder wir sagen, Kinder und Säuglinge seien reizend, bezaubernd und süß, obwohl wir sie hassen, ekelhaft finden und uns durch ihr Geschrei und ihr primatenartiges Verhalten belästigt fühlen. Oder einer unserer Stalker-Nachbarn steht auf einmal vor der Tür und lädt sich selbst auf einen Kaffee ein und wir sagen: Ja, natürlich, kommen Sie gerne herein!, obwohl wir sagen wollten: Sie impertinentes unkultiviertes Etwas, wenn Sie noch einmal vor meiner Haustür stehen und mich weiterstalken, rufe ich die Polizei! Und wir lügen auch den Arbeitgeber an, wenn wir sagen, unsere Kinder seien krank, obwohl wir gar keine haben. Ja, die Kinder sind überhaupt eine Ausrede für alles- immer, wenn wir keine Lust auf etwas haben, kommen die Kinder als perfekte Notlüge für einfach alles. Der Hansi hat die Grippe und die Ann-Marie hat die Windpocken und der Junior hat sich in die Hosen gemacht und braucht seine Muttermilch. Und wenn wir verkatert sind und bei der Arbeit oder einer Verabredung nicht erscheinen wollen, dann erfinden wir in größter Not die dümmsten Lügen wie, dass wir auf einmal eine Lungenentzündung bekommen hätten. Aber es ist doch so: Niemand will die Wahrheit hören. Unser Arbeitgeber und unsere Bekannten wissen, dass wir ihnen nicht die Wahrheit sagen, aber es bessert nicht die zwischenmenschlichen Beziehungen, wenn wir immer die Wahrheit sagen. Wenn wir unseren Nachbarn und Bekannten sagen, was wir wirklich von ihnen halten. Wenn wir die Wahrheit darüber sagen, warum wir nicht zur Arbeit kommen: Dass unsere Kinder gar nicht existieren und dass wir nur einen schlechten Tag haben! Wenn Geschlechtspartner sagen: Ich bin fast eingeschlafen und nur weil du befriedigt bist, gilt das nicht für alle! Oder wir sagen der Bekannten: Dein Fraß ist etwas für Tiere und die Müllverbrennungsanlage- hast du überhaupt keinen Genierer, so einen Brechreizverursacher anderen Menschen vorzusetzen und sie mit moralischer Erpressung zu zwingen, ihn aufzuessen? Und tut es uns wirklich leid, wenn einer von unseren Bekannten krank ist? Ich meine: Das ist ja sogar medizinisch messbar, ob es uns wirklich leid tut- also irgendwelche emotionalen Schwankungen verursacht. Das tut es meistens nicht! Ich sage auch immer, dass es mir leid tue, dass der und der krank ist und dass der und der tot ist, aber tatsächlich trifft das auf sehr wenige Menschen zu, bei denen mir das wirklich leid tut und um deren Tod ich wirklich trauere. Bei dem größten Rest ist es mir völlig wurscht und es tut mir ganz und gar nicht leid- ist sein Problem, sage ich, und ich bin auch krank und das Herumjammern bringt einen auch nicht weiter. Und eines weiß ich- wenn man tot ist, tut es keinem unserer Bekannten und Verwandten wirklich leid. Ja, viele warten auf den Tod von einem, denn die Erbmasse wird für die anderen darum umso größer. Da kann man auch zur Not ein paar Zwiebel-Tränen herauspressen- aber sind es Tränen der Trauer oder der Freude, dass der Miterbe endlich den Löffel abgegeben hat?

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