Das perfekte Weihnachtsgeschenk

Meine Mitbewohner fragen mich, was ich mir zu Weihnachten wünsche. Ob es etwas Besonderes gibt. Aber viel darf es natürlich nicht kosten. Sie wollen es mir auch nicht in bar auszahlen, weil sie sich dann mies fühlen würden, dass sie mir so wenig Geld geben. Was ich mir wirklich wünsche, ist gar nicht so schwer nachzuvollziehen. Ich sage meinen Mitbewohnern, dass sie mir ein paar Säcke Toilettenpapier schenken sollen. Das wäre für mich das perfekte Geschenk- denn alle in der WG machen Kacka, aber keiner denkt daran, die Klorolle auszuwechseln und darauf zu kommen, dass kein Toilettenpapier mehr da ist und wir jetzt wieder die Blätter des Waldes dafür benützen müssen! Sie lassen immer ein Blatt des letzten Klopapiers an der Klorolle hängen und lassen es darauf ankommen, dass das Gewissen der WG schon das Klopapier besorgen wird- denn lange kann ich mir den Hintern nicht mit einem Blatt Papier, das an der Klorolle klebt, abwischen! Ja, meinen Mitbewohnern ist es viel zu peinlich, Klopapier einzukaufen und wenn, dann nur wenig, dass keiner sieht, dass sie auch kacken tun wie andere Menschen- denn was würden die Leute sagen, wenn meine Mitbewohner endlich einmal einen Vorrat an Toilettenpapier einkaufen? Die Leute würden denken, dass meine Mitbewohner ganz viel Kacka machen und dass wir keine Dreckschweine sind, die sich den Hintern hernach nicht abwischen, sondern dafür Toilettenpapier benützen! Ja, ich kann auf den Weihnachtsmarkt-Schmarrn, Girlanden, Figuren, Duftkerzen, China-Schrott und Plastikschrott gut verzichten- wenn ich nur einmal im Leben mit der Zuversicht aufs Klo gehen könnte, dass das nicht die letzten zehn Blatt Papier auf der Klorolle sind, die wir uns alle gerecht aufteilen sollen!

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Wetten, dass…?

In der Vor- und Nachweihnachtszeit häufen sich die Überfälle- besonders auf Wettbüros und Wettcafes.  Da ziehen sich dann die durchgehend männlichen Versager mittleren Alters, die ihre Existenz in den Spiellokalen verwettet haben, einen Strumpf über die Rübe und holen sich das, was ihnen „zusteht“- nur um auch dieses Geld wieder in den Wettbüros zu verwetten. Besonders bei Fußballspielen und auf Sportkanälen wird ständig Werbung gesendet, die dem Versager suggeriert, dass er trotz seiner Arbeitslosigkeit oder seiner miesen Hilfsarbeiter-Arbeit und seiner Perspektivlosigkeit der Oberboss ist, wenn er ins Wettlokal geht oder sich online um Hals und Kragen wettet- da wird er der Gewinner sein! Frau und Kinder warten auf Geschenke und er wird sie ihnen besorgen, wenn er bei der nächsten Wette gewinnt- und weil das natürlich nicht der Fall ist, wird das Wettlokal einfach überfallen. Wenn die Alte meckert, dass er wieder spielt, kriegt sie eine auf die Fresse- sie soll sich nicht in das „seriöse“ Leben des Spielsüchtigen einmischen oder sie wird für immer zum Schweigen gebracht und einbetoniert! Ja, was wäre die internationale organisierte Geldwäsche ohne die Wettbüros und die Wettindustrie? Was wäre sie ohne die vielseitig begabten Hartz IV-Abonnenten, die schon in der Hauptschule mit den Sportwetten anfangen, um das „Handwerk“ von Jugend auf gewissenhaft zu üben? In unseren Kleinstädten gibt es weder Cafes, noch Restaurants, noch einen Supermarkt oder gar nur einen Bäcker- aber mindestens ein, meistens aber zwei bis drei Wettcafes und Wettbüros, in denen Gesindel von nah und fern herumhängt, während in den Eingängen immer komisch dreinschauende Typen mit Handys stehen und unsere Städte endgültig zu einem Schandfleck machen, damit es bei uns endlich genauso ausschaut wie in Nordafrika und Asien! Wir sollen uns nur noch von Döner und Schuhbecks Fertiggerichten ernähren, denn dass bei uns am Land endlich wieder einmal ein Gasthaus oder ein Bäcker aufmacht, können wir vergessen und ein Supermarkt ist auch nur in der nächsten großen Stadt, wo wir uns den Fraß vom Discounter holen, um Mineralwasser aus Afrika zu verkosten! Und wer braucht schon ein Kaffeehaus, wenn es den Nespresso-Automaten gibt? Hauptsache, wir haben ein Wettlokal, denn unsere perspektivlose Gegend wüsste sonst nicht, wohin mit ihrem Spielgeld!

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Shopping XXL

Für Frauen, die es sich nicht leisten können, im Winter halbnackt in Limousinen kutschiert zu werden wie Heidi Schönheits-OP und Lena Mager-Filzlaus, ist der Einkauf von Winterklamotten nicht einfach. Ob am Grabbeltisch oder in der neuen Kollektion- wir Normal-Size-Menschen kommen uns von den Kleiderfabriken in Asien etwas missachtet vor. Geht es nur uns so oder wundern sich auch andere Normalsize-Menschen, dass die Kleidung immer kleiner wird? Es ist wohl eher so, dass die Kleidungs-Hersteller nichts zu verschenken haben und darum wird die Idealgröße Size Zero überall als Normalmaß vermarktet- die Sklaven-Näherinnen in Asien würden sonst noch protestieren, wenn sie Kleidung nähen müssten, die nicht an die 36-38-Puppe passt! Und das Material für Normalmenschen kostet auch ein wenig mehr als das Übliche für die Magersüchtigen. Wenn wir eine Winterjacke anprobieren, wundern wir uns, wie wir unter dieser Jacke denn noch einen Pullover anziehen können? Und warum die Unterhosen eigentlich nicht einmal mehr das Schamhaar bedecken? Kann man das noch Unterhose nennen oder einen Fetzen, mit dem die Bekleidungsindustrie auf Kosten von uns Milliarden verdient? Gar nicht zu reden von den Hosen, die uns Normalmenschen suggerieren, dass wir fette Schweine sind, die nicht in die tollen Röhrenjeans hineinpassen! Hoher Bund, damit die Hosen ihre Funktion auch erfüllen, ist auch nicht gefragt- das kostet in der Herstellung viel zu viel und wenn die Hose über das Schambein und die Afterritze drüberschaut, ist das voll die Oma-Hose und wenn du es bequem haben willst, dann geh in den Übergrößen-Laden und zu Ulla Popken, du Schwabbel! Ja, wir Normalsize-Menschen müssen uns mit Umstands-Jacken abfinden und Unterwäsche im Sanitätshaus kaufen, wo wir auch die Stützstrümpfe für die Oma besorgen! Auch die Ärmel von Pullovern und T-Shirts haben in den letzten Jahren „etwas nachgelassen“- so dass man sie eigentlich gar nicht als Ärmel bezeichnen kann. Entweder ist der Pullover oder die Jacke kurz und mit so einem schmalen Ärmel, dass man Venenkrämpfe bekommt oder die Ärmel sind am T-Shirt nur angedeutet, so dass man eigentlich ärmellos durch die Gegend läuft und ausschaut wie ein Sumo-Ringer! Jedes Mal wenn man vom Einkaufen zurückkommt, kann man das Zeug nach einer Woche eigentlich in den Mist hauen und das freut natürlich die Bekleidungsindustrie, denn genau darauf haben sie es abgesehen- dass wir Normalsize-Menschen niemals passende Kleidung finden, die wir wirklich tragen können und darum jede Woche einkaufen gehen müssen, weil wir uns einbilden, dass wir mit jeder Woche immer mehr auseinander gehen! Eigenartig, dass wir immer noch durch die Kaufhaus-Tür passen, denn nach dem, was da als unsere Größen im Bekleidungs-Geschäft angegeben werden, müssten wir aus dem Kaufhaus mit einem Kran herausgehievt werden!

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Nikolaus-Schokolaus

Vor dem Süßigkeiten-Fressorgien-Feiertag Nikolaus fragt kinder-Schokolade: Was wäre Weihnachten ohne „kinder“? –  Na zum Beispiel ein riesiger Umsatzverlust für die Süßfraß-Hersteller-Firma Ferrero! Es wäre auch sehr bedauerlich, wenn die Bangerten in der Wohlstandsgesellschaft sich mit weniger Schokolade und Süßfraß weniger Hyperaktivität und ADHS anfressen würden, die seit Jahren als angebliche Krankheit mit Psychopharmaka behandelt werden. Die Bangerten würden lernen, sich selbst ein Brot mit Quark und Honig zu schmieren oder sie würden gar versuchen, etwas zu backen- anstatt dauernd wie gierige Ratten auf Schokolade und Laktose-Fruktose-Süßkram zu warten, als wenn sie nicht jeden Tag genug davon hätten! An Nikolaus ist es der Schokoladen-Fraß und an den restlichen Tagen ein bunter Mix aus Schokoladenfraß und „kindgerechten“ Fertigprodukten aus Kohlenhydraten und Zucker und unbedingt auch noch Milchprodukten wie Joghurt und Pudding aus Kohlenhydraten und Zucker- das programmiert die Gehirne der Bangerten in der Hypophyse darauf, Süßfraß und Fraß aus dem Supermarkt mit Kindheit zu verbinden, ganz einfach, weil die Eltern ihnen diesen Fraß entweder dauernd kaufen oder ihn vorenthalten und sie durch die TV-Werbung sich danach so sehnen, dass sie alles im Erwachsenenalter nachholen und sich selbst mit Joghurt-„Desserts“, Milka, Ferrero und Unilever Kotzolade belohnen!

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Nur einmal kosten

Sie kennen das: Sie kaufen sich etwas Besonderes zum Essen. Da Sie nicht allein sind, fragen Sie aus reiner Höflichkeit, ob die anderen auch etwas davon wollen. „Nein, nur einmal kosten!“ , sagt einer der Gefragten, während die anderen wenigstens so höflich sind und darauf verzichten, denn groß ist die Portion ja nicht wirklich und auch nicht für zwei Personen geeignet! Ich öffne das besagte Produkt und zelebriere das Anschneiden. Ich habe wirklich Hunger und ich werde das richtig geniessen. Noch einmal frage ich, ob wer mitessen will. Natürlich hat sich der, der „nur einmal kosten“ wollte, gerade wie immer mit Schokoladenkeksen und Pralinen vollgestopft und hat also keine Lust darauf. Ich habe Hunger, aber aus Höflichkeit, weil er ja „kosten“ wollte, lasse ich den Großteil der besonderen Mahlzeit liegen und stelle sie in den Kühlschrank, wo sie dann tagelang, dann wochenlang vor sich hingammelt, bis sie verfault und verschimmelt ist und dem, der „nur einmal kosten“ wollte, immer wieder irgendwelche Schnitzel, Schokoladen und sonstiger Fraß dazwischengekommen ist, während ich es nicht fassen kann, dass ich hungrig geblieben bin und das jetzt wegwerfen muss! Damit das nicht passiert, frage ich jetzt gar nicht mehr und esse es auf- schließlich habe ich Hunger und das Recht dazu. Man sollte einmal sehen, was für ein Gesicht meine Mitbewohner ziehen, wenn sie mir vorwerfen, dass sie auch einmal „kosten“ wollten! Immer, wenn ich etwas esse und nicht dahinfaulen lasse, bekomme ich diese Vorwürfe und ich verstehe nicht, was dieses „nur einmal kosten“ eigentlich soll? Ich will essen, wenn ich Hunger habe und wer „nur einmal kosten“ will, hat offensichtlich zu viel gefressen und das ist in unserer Wohlstands- und Wegwerfgesellschaft scheinbar eine Selbstverständlichkeit! Das sind die, die sich Bratwürste und Schokoriegel hineinziehen, um dann in ein Lokal zu gehen, wo „Molekularküche“ verkostet wird!

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Landputenbrust

Ich sehe im Supermarkt in letzter Zeit ständig Truthahnfleisch-Angebote. Da steht dann aber nicht Truthahn, sondern „Landpute“. Was soll diese Bezeichnung Landpute eigentlich? Gibt es denn eine Stadtpute, so wie eine Stadttaube? Sind Stadtputen weniger gut als Landputen? Oder sind Stadtputen vielleicht zu eingebildet, um beim Massenschlachthof zur Stadtputenbrust zerfleischt zu werden? Ich habe die Marketing-Abteilung der Discounter-Fleischhändler im Verdacht, dass sie mit solchen „Land“geflügel-Bezeichnungen halbwegs ökologisch bewusste Einkäufer täuschen wollen. Denn wer „Landpute“ oder „Landputenbrust“ liest, denkt natürlich gleich an glücklich und frei auf dem Bauernhof lebende Puten und nicht an ein Massentierhaltungs-Lager mit riesigen Baracken, in denen Millionen Truthähne gemästet und dann in LKW gestopft werden, um dann geschockt und zu Landputenbrust und Wurst von der Pute verarbeitet zu werden. Unter „Pute“ stellt man sich auch etwas huhnähnliches vor und nicht einen riesigen Truthahn, der wie ich gehört habe ein recht grauenvoll trocken schmeckendes Fleisch hat und eigentlich nur dafür umgebracht wird, weil er groß ist und die Mast sich daher mehr auszahlt- anstatt 10 Hühner schlachtet man einen Truthahn und gaukelt den Leuten im Supermarkt etwas von einer „Landpute“ mit einer hübschen roten Schleife auf dem Kopf vor, die nur darauf wartet, in den Schlaf gesungen und zur Wurst verarbeitet zu werden. Auch das „Landgeflügel“ im Discounter ist der Renner und den Leuten kommt gar kein Verdacht auf, dass das Bio-Geflügel per Kilo das Mehrfache vom „Landgeflügel“ kostet und im Regal schlichtweg ignoriert wird, da niemand so „viel“ Geld für totes Fleisch ausgeben will! Die Unterschichten beruhigen im Discounter ihr Unterbewusstsein, denn sie haben ja eh das „Landgeflügel“ aus dem Tier-Massenbaracken gekauft und nicht das „Stadtgeflügel“!

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Ballaststoffe

Mein Mitbewohner ist sehr besorgt um meine Gesundheit. Darum hat er mir gestern einen „Bio-Aufstrich“ mit Bohnen im Supermarkt gekauft. Er informiert sich nämlich jeden Tag im Fernsehen darüber, dass der Mensch Ballaststoffe zu sich nehmen muss. Ja, die Ärzte sagen das immer wieder, dass die Menschen zu wenig Ballaststoffe zu sich nehmen und die Ärzte sind nur um unsere Gesundheit besorgt und stehen nicht etwa auf der Gehalts- und Zuwendungsliste der Pharmaindustrie und der Lebensmittelchemie-Industrie. Und natürlich soll ich auch die von meinem Mitbewohner gekauften Wachtelbohnen essen, während er sich die guten Sachen aus dem Kühlschrank reinzieht. Ich frage mich nun, warum etwas, das im Wortanfang den Begriff „Ballast“ in sich trägt, so gut für mich sein soll? Und auch, wie ich das in der Bibliothek und am Arbeitsplatz erklären soll, dass ich unaufhörliche, ständige laute Blähungen und innere und äußere Furzgeräusche aus dem Bauch und aus dem After lasse? Ich wurde nämlich schon auf einem Kaufhaus-Klo von jungen „Damen“ darauf hingewiesen, dass es eigentlich “das stille Örtchen“ heißt, nachdem ich mich von einer einstündigen Qual von Darmwinden und Bohnen-Kotkometen etwas erleichtert habe. Das mit dem Ballast stimmt- das tut weh und bläht auf und man trägt kiloweise Ballast und Luft mit sich herum, die man so schnell auch nicht wieder los wird! Gar nicht zu sprechen von dem seelischen Ballast, weil unsere Mitmenschen uns ja gar nicht dafür loben tun, dass wir genügend „Ballast“stoffe zu uns genommen haben, sondern sich über den Furzinator, die Kometenschleuder oder Madame Pups lustig machen und demonstrativ die Fenster öffnen und sich die Nase zuhalten! Eigenartig auch, dass man auf der Darmkrebs-Station ständig mit Menschen zu tun hat, die sehr gewissenhaft Ballaststoffe zu sich nehmen! Diese Ballaststoffe wie Hülsenfrüchte haben übrigens auch noch Unmengen an Zuckerverbindungen und wozu zum Teufel soll das in unserer Wohlstandgesellschaft gut sein? Und warum soll ich mich mit Ballaststoffen belasten und länger satt sein? Ich will doch keine Steine in meinem Bauch herumschleppen! Ich will vielleicht jetzt dies und nachher das und von allem ein bißchen und nicht irgendwelche Stoffe, die man wegen ihres Namens schon allein als überflüssig bezeichnen kann!

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