Ich will kein Leipziger Allerlei!

Manche Restaurants bieten Hauptgerichte, die ich gerne essen würde. Dazu gibt es aber unverschämterweise immer Karotten mit Erbsen. Ich frage mich, wer auf diese Beilage steht? Süßlich und voll mit Kohlenhydraten- da kann ich gleich einen Schokoriegel essen! Mit Karotten kann man, so sagt nicht nur einer von vielen Köchen, alles machen. Aber das kann man zu so ziemlich jedem Gemüse sagen- zum Beispiel Kartoffeln und Rüben, die bei uns bereits zu einem Fremdwort geworden sind. Eine Karotte ist, so süß wie sie ist, in meinen Augen gar kein richtiges Gemüse, sondern eher etwas fürs Dessert. Ich frage mich auch, ob es Menschen, die ein genetisch vorbestimmtes schlechtes Sehvermögen haben, wirklich hilft, an Karotten zu knabbern wie ein Kaninchen. Da müsste ja so mancher Optiker pleite gehen. Dieses Leipziger Allerlei jedenfalls gehört wirklich abgeschafft- es wird ja nur angeboten, weil es billig ist und tiefgekühlt gehalten werden kann. Ich würde mich echt freuen, wenn es zu so manchem Restaurantgericht statt Karotten und Erbsen einmal Zucchini, anderes „richtiges“ Gemüse oder Pilze geben würde. Aber das muss ja frisch zubereitet werden und welcher Wirt will denn schon Arbeit und Geld in ein Restaurantgericht investieren? Genauso, wie in so gut wie allen Menüs Pommes als Beilage serviert wird, so, als wären wir Mastschweine, die billigst abzufertigen sind. Da gab es ein Restaurant, da aß ich wirklich gern- das Beilagengemüse war frisch und fantasievoll und ich fragte mich schon länger, warum die so gutes Essen zu einem leistbaren Preis anbieten. Lange dauerte es nicht, da bekam ich bei meiner letzten Bestellung statt des guten Gemüses auf einmal Karotten und Erbsen. Ich kann das Zeug weder ansehen, noch essen- warum zum Teufel gibt es das überhaupt? Ach ja, weil es billig ist. Schon die Legende zum Leipziger Allerlei besagt, dass mit diesem unnötigen Gemüse Bettler und Steuereintreiber vertrieben werden sollten. Ich finde, die sollten in Restaurants so ehrlich sein und hinschreiben, was für eine Beilage angeboten wird und nicht etwa „Gemüse“, denn ich stelle mir unter Gemüse etwas anderes und Besseres vor!

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Made in Vietnam

Mein Bekannter liebt Scampi. Er macht sie am liebsten selbst, denn da weiß er, dass es „Qualitätsware“ ist. Seine Supermarkt-Garnelen werden angeblich in nachhaltigen Betrieben gezüchtet und dort herrschen angeblich faire Arbeitsbedingungen. Natürlich hat das keiner überprüft- man verlässt sich einfach auf die süßlichen Behauptungen auf der Verpackung. Mich stört dabei aber etwas ganz anderes: Das sind Tiefkühl-Garnelen aus Vietnam und die werden dort (billig) verarbeitet und dort auch tiefgekühlt. In dieser tiefgekühlten Form werden sie in einem Kühl-Container nach Europa geschifft, wo sie noch bei einem Zwischenhändler in einer Kühlhalle Station machen, bevor es auf den Kühl-LKW und quer durch Europa geht. Wie nachhaltig können solch energieverschwenderische Scampi sein? Tut man sich da nicht selbst ein wenig anlügen? Bei aller Liebe und Vorliebe- brauchen wir Tiefkühl-Garnelen aus Vietnam? Ich meine, das ist ja nicht gerade um die Ecke?!

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„Fäkalien mit der bloßen Hand anfassen“

Lieber Suchmaschinen-Sucher, es freut mich, dass Sie bei dieser Thematik auf ruthwitts Blog gestoßen sind- auf der Suche nach Antworten auf eine sehr logische Frage. Sie wollen also Fäkalien mit der bloßen Hand anfassen? Nun, ich kann Ihnen (aus eigener Erfahrung, aber pssst!) sagen, es ist gar nicht so toll, wie es sich anhört. Wer- aus gesundheitlichen oder anderen Gründen- an inkonsistentem Stuhlgang, also Schmierstuhl, leidet, der hat öfters das nicht ganz beabsichtigte Vergnügen und muss sich, wie Monk, mit Feuchttüchlein und Chlorseife versorgen. Darüber spricht man natürlich nicht. Auch an öffentlichen Toiletten- in Restaurants oder an Raststätten- findet man immer wahre Massaker an Fäkalienschmiere auf den Wänden, den Fußböden, den Klobrillen (weiter herunter traut man sich nicht). Probieren Sie es einfach Mal aus! Und wer ein Balg hat oder mehrere, der hat mit Fäkalien andauernd zu tun, sie picken auf Möbeln, an Händen, Kleidern und am Gesicht und man merkt schon gar nicht, dass man die süße Babykacke mit dem Essen mitisst. Wenn Sie selbst einen zufriedenstellenden und konsistenten Stuhlgang haben und kein Kind zur Hand, kann ich Ihnen nur empfehlen, auf ein öffentliches Weiberklo zu gehen- fassen Sie dort einfach alles mit der bloßen Hand an- es wird unvergeßlich!

P.S. Ich trage nicht nur aufgrund der weiten Verbreitung von Fäkalien an Orten und Stellen, wo man sie nicht haben will, gern, so oft es nur geht, Handschuhe, denn zu viele Menschen sind, auch die hübschen und sympathischen, wahre Drecksäue!

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„Was ist die letzte Preis?“

Diesen Satz hört man so gut wie immer, wenn man etwas am Flohmarkt verkaufen will. Mitbürger und Nicht-Mitbürger aus gewissen geographischen bzw. kulturellen Regionen können einfach nicht anders, als zu feilschen. Natürlich ist „die letzte Preis“ nicht der, den sich der Verkäufer vorstellt. Irgendwo fühlt man sich am Ende übers Ohr gehauen, aber loswerden will man die Sachen ja auch. Die „letzte Preis-Kultur“ hat sich über alle Sphären des Alltags ausgebreitet und hat uns im Griff. Wenn wir in den Supermarkt gehen, wollen wir alles zum „letzten Preis“. Sonst wäre Aldi nicht so erfolgreich und hätte nicht Dutzende Discounter nach sich gezogen, die alle mit „letzten Preisen“ arbeiten. Es kaufen auch die, die es nicht notwendig haben, beim Discounter- ob Möbel, Haushaltswaren oder Lebensmittel. Alles wird in Billigst-Ländern hergestellt und hergekarrt und ehemals namhafte Firmen gehen zugrunde, so, dass man sich nicht mehr auf Qualitätsware und Marken verlassen kann. Wir können doch alles wegwerfen, wenn es eh so billig ist! Irgendwer wird in dieser „Nahrungskette“ große Nachteile davontragen, aber ist uns das nicht egal? Ich will hier nicht moralisieren, denn es gibt genug Menschen, die auf günstige Waren angewiesen sind. Aber es kaufen mittlerweile einfach alle billig und das ist für die Umwelt und für die „Dritte Welt“ bedenklich.

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Glas oder Plastikbecher?

Mit Glasflaschen habe ich, was Getränke oder andere Lebensmittel wie Olivenöl in fünf Liter-Kanistern, die in Spanien, genauso wie Trinkwasser-Kanister, die Norm sind, ein Problem. Anderswo hätte ich gern mehr Glas. Ich schaue in unseren Kühlschrank und sehe: Einen angefangenen Plastikbecher Creme fraiche, der Inhalt angetrocknet und wahrscheinlich nicht mehr genießbar. Einen Plastikbecher saure Sahne. Einen Plastikbecher Joghurt. Diese Produkte bekommst du im Supermarkt zum Spottpreis- die Milchkühe rackern sich da für umsonst ab, Ressourcen werden verschwendet- dafür, dass man mit diesen Bechern die Umwelt vergiftet und dafür, dass man diese Nahrungsmittel meist, ohne sie zu Ende verwendet zu haben, wegwirft. Du kannst so einen Becher- ein verschließbares Glas Joghurt kostet das Mehrfache von dem Plastikbecher – ja nicht wieder verschließen und wer macht sich die Umstände, da herumzuschmieren und das in ein Glas umzufüllen, was das Produkt auch der Umgebung aussetzt und so zum Verderben bringt? Ich wäre für saure Sahne und andere derartige Produkte im Glas und nicht im Plastikbecher, wo alles gleich antrocknet und nur mehr zum Wegwerfen ist. Aber das ist wohl nur ein Nerd-Thema und keines für Weltklimakonferenzen.

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Gammel zum Preis von Nicht-Gammel

Produkte, die im Prozeß des Verderbens sind oder in einem Zustand, den der Kunde sich nicht als gut vorstellt, werden entsorgt. Das ist Produktion für die Tonne und ist schade- um die Arbeit, die Rohstoffe, die Umwelt. Besonders bei Gemüse und Obst gibt es jedoch erfreuliche Entwicklungen in anderen Ländern, die bei uns- zumindest in den Discountern- einfach ignoriert werden. So wird andernorts nicht ansehnliches Obst und Gemüse, das auch beschädigte Stellen hat, zu einem günstigeren Preis angeboten. Es steht in einem separaten Regal und es steht angeschrieben, was das für ein Produkt ist- ein nicht mehr einwandfreies. Der Kunde weiß so, was er kauft und was er damit anfangen kann. Bei uns hingegen ist die Gier der Supermarkt-Kapitalisten unermeßlich: Gammel-Obst und Gammel-Gemüse wird einfach mit dem anderen verkauft- und zwar nicht ermäßigt. Wer meckert schon und geht wegen weichem, faulendem, beschädigten Obst und Gemüse zurück in den Supermarkt, um es zu reklamieren? Wir kaufen den Müll einfach mit. Und wenn die Supermärkte einmal etwas reduzieren, schreiben sie nicht dazu, dass diese Produkte nicht einwandfrei sind- so glaubt der Kunde, es gibt etwas Gutes billiger und nicht etwa Obst und Gemüse von sehr viel niedrigerer Qualität und in einem nicht einwandfreien Zustand. Die Discounter ziehen uns über den Tisch, wo sie nur können und besonders in gewissen Ländern, die Nachhaltigkeit und Umweltschutz predigen, fällt einem das mangelnde Interesse an kundenfreundlichem und gleichzeitig ressourcenschonenden Wirtschaften auf. Es geht, auch wenn wir uns das einbilden, nicht alles an die Tafeln- nein- vieles wird einfach mit den anderen Sachen mitverkauft. Die Supermärkte werden dieses Spiel „wir verkaufen dir einfach alles, ob verdorben, kaputt, faul oder nicht“ mit uns weitertreiben, bis wir uns als Konsumenten über diese Zustände beschweren. Die Discounter sind sich zu bequem, sich umzustellen, kostet ja auch alles ein bißchen Arbeit und man muss kalkulieren- bei dieser Rechnung ist der Kunde immer der Verlierer, solange nicht ein jeder bei sich in der Wohnung einen eigenen Indoor-Garten hat.

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Prospekte, Flyer, Papierwerbung

Während diverse Bangerten für luftiges Geschwafel (sicher exzellenten Schauspielunterricht genommen) und das Schwänzen der Schule ausgezeichnet und mit Preisen geehrt werden, passiert vor unserer Haustür weiter dasselbe, das diese Bangerten im Übrigen keinen Deut interessiert. Jeden Tag ist unser Briefkasten vollgestopft mit Werbung. Ob wir diese Papierwerbung- Zeitschriften, Prospekte und Flyer- brauchen? Nein. Wandert alles sofort in die Mülltonne, die wir bezahlen müssen und nicht die Werbemüllverteiler. Wie kommt es, dass da niemand aufbegehrt, dass in einer digitalisierten Zeit die Umwelt immer noch doppelt verschmutzt wird- mit den Elektrogeräten, ihrer Nutzung, Produktion und Entsorgung- und mit Werbung auf Papier, die doch heutzutage wirklich niemand mehr braucht und die nur Ressourcen vergeudet und die Umwelt verschmutzt?!

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