Dampfplauderer

Psychologen sagen, dass Vieles, was in unserem Seelenleben schief läuft, an negativen Erfahrungen in der Kindheit liegt. Ich bin für diese Erkenntnis sehr dankbar, denn ohne die Laber-logen wären ich und alle anderen nie darauf gekommen, dass schlechte Erlebnisse- ob in der Kindheit oder sonstwann, im Gedächtnis des Menschen Spuren hinterlassen, die sich auf sein Sozialverhalten und Gefühlsleben mehr oder weniger auswirken. Da brauche ich keinen Psychologen dazu, um solche Schlussfolgerungen, die der gesunde Menschenverstand nahelegt, zu ziehen. Ich frage mich natürlich, ob es wirklich hilfreich ist, zum Laber-Pseudo-Doktor zu gehen, um sich das „von der Seele zu reden“.  Früher, da gab es ja nicht diese Schwemme von Psychologen- echt, mir kommt vor, in jeder Straße ist mindestens einer-, da ging man zur Beichte und erzählte dem Pfarrer Dieses und Jenes. Anderes erzählte man Personen, die einem nahe standen oder denen man vertraute. Heute geht selten jemand zur Beichte, dafür schickt jeder schon seine Kinder zum Psychologen. Wenn der Arzt dir nicht helfen will, weil er denkfaul ist, dann schickt er dich zum Psychologen. Wenn du Mal schlechte Laune hast (kommt bei Frauen im Zyklus öfters vor), rät man dir, zum Psychologen zu gehen. Wenn ich etwas auf der Seele habe, frage ich mich nur, warum ich dann zu einem mir wenig sympathischen sich selbst für einen Arzt haltenden Typen gehen sollte, der seine Überheblichkeit kaum verbergen kann- Psychologen glauben nämlich, dass ihre „Wissenschaft“ über allen anderen steht und dass sie so eine Art von Göttern sind, die dauernd anderen erklären wollen, wie sie sich zu verhalten haben- und der nichts anderes tut, als zu labern und einen auszufragen. Also wenn ich so ein Bedürfnis habe, gehe ich zu meinem Freund, den ich übrigens schon immer als Hobby-Psychologen bezeichne- und der schafft es ganz ohne Studium und Titel, mir zuzuhören und mir Anleitungen zu geben, wie ich mein Leben besser meistern oder ein Problem lösen kann, wenn es denn geht, denn viele Sachen sind so schlimm im Leben, dass da kein Psychologe irgend etwas dagegen tun kann- es verschwindet ja nicht, nur weil man beim Dampfplauderer darüber geredet hat. Ich sehe in der Psychologen-Flut und der gesellschaftlichen Akzeptanz dieser „Geisteswissenschaftler“ eine gefährliche Tendenz zur Aufgabe der eigenen demokratischen Freiheit und sozialen und geistigen Unabhängigkeit, indem wir Problemlösungen bereitwillig in die Hände von „Experten“ geben und damit unsere eigenen geistigen Fähigkeiten oder auch nur den gesunden Menschenverstand verkümmern lassen. Wenn Leute etwas Schlimmes erlebt haben, das sie bedrückt- warum treffen sie sich nicht, wie die anonymen Alkoholiker- in Selbsthilfegruppen, teilen sich einander mit und reden sich das dort von der Seele? Wenn man in eine soziale Gruppe eingebunden ist und nicht abhängig von einer Einzelperson wie dem Psychologen, gelangt man vielleicht durch den Austausch, durch das Wissen, dass es einem nicht alleine so geht, zu Problemlösungen oder zumindest zu einer besseren seelischen Verfassung?

Im Übrigen- richtig kranke Menschen müssen eh zum Psychiater, der ein medizinisches Studium abgeschlossen hat und wissen muss, wie der Körper inklusive Gehirn und ZNS funktioniert- und was die Psycho-Dampfplauderer angeht- das sind Geisteswissenschaftler und keine Mediziner!

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Gesundes Essen

Kürzlich, beim zufälligen Betrachten von Fernsehwerbung für Süßigkeiten, die übrigens sehr lange dauerte und sehr grell und aggressiv war, fragte ich mich, ob man in der heutigen Zeit als Eltern Kindern vorgeben kann, sich gesund zu ernähren. Ich meine- kriegt nicht jedes Kind Lust auf diese Süßigkeiten und dieses Fast Food aus der Werbung? Früher, ganz früher, da gab es ja viel weniger von diesem Zeug, da war alles einfacher. Aber schon wir Kinder wurden mit McDonalds von einem völlig verpeilten Elternteil „belohnt“ und Kinder-Überraschung durfte auch nicht fehlen. Jedenfalls frage ich mich, ob man Kinder wirklich systematisch nur mit gesunder Ernährung erziehen kann? Irgendwann gehen die doch in ein Geschäft und kaufen sich mit ihrem Taschengeld, was sie wollen? Oder ist das Essen von Süßigkeiten, die ja auch nichts anderes als Fertigprodukte sind, und Fast Food vielleicht auf Eltern zurückzuführen, die Familien gründen, ohne sich der Verantwortung, die sie haben sollten, bewußt zu sein? Also psychisch labile Leute, die nicht in der Lage sind, ihr eigenes Leben in Ordnung zu bringen und dann noch Kinder kriegen, als wäre das Stuhlgang? Es fängt ja schon mit der Babynahrung an- jetzt ist ja auch Aldi auf den Markt vorgedrungen- welche Mutter bereitet ihrem Kind heute noch selbst Babynahrung zu? Gewöhnt man das Kind denn nicht schon ab dem Säuglingsalter an Fast Food? Nachher steht Iglo mit „gesundem“ Fertigfisch und Fertig-Gemüse bereit, damit Mami und Papi sich ihrer Karriere oder dem Fernseher widmen können und am Ende wartet dann wohl Mc Donalds, Joghurts- die sind übrigens als süßer Fraß- egal ob mit Zucker oder Fruchtzucker- gar nicht gesund-, Schokoladen-Milch-Teig-Kram von Mondelez und Nestle- alles nur zum Wohle der Gesundheit unserer Kinder?

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„Abgedämpfte Zigaretten rauchen“

Lieber Suchmaschinen-Sucher- im Netz lässt sich tatsächlich nichts dazu finden. Ich nehme einmal an, Sie wollen wissen, ob es gesundheitsschädlich ist, aber da sind Sie bei mir an der falschen Adresse, ich halte nämlich ziemlich Vieles- wie zum Beispiel die Gesellschaft von hysterischen ADHS-Kindern- für gesundheitsschädlich. Zigarettenstummel oder halb gerauchte Zigaretten- ach, da werden Erinnerungen an die Schul- und Studienzeit (als ich noch rauchte) wach. Wenn man nie Geld hat und eine gewisse Abhängigkeit vom Rauchen hat, ist es unvermeidlich, Stummel zu rauchen- und zwar nicht die eigenen! Zigaretten sind nun einmal teuer und das sind sie schon lange. Damals waren fünf Mark für den Zigarettenautomaten für mich unbezahlbar. Auch kein Discounter in der Nähe und von Stopfen hatte ich doch keine Ahnung beziehungsweise war mir das die Mühe und den Dreck (mein Mitbewohner macht alles voll mit diesem Stopf-Tabak) dann auch nicht wert. Rauchen ist- da sind sich alle einig- gesundheitsschädlich. Zum Beispiel kriegen unzählige Raucher heutzutage die in Mode gekommene COPD-Krankheit- es muss nicht gleich Lungenkrebs sein. Es werden natürlich andere Kettenraucher hundert Jahre alt- und zwar egal, ob sie abgedämpfte oder „frische“ Zigaretten rauchen. Es gibt wirklich keine statistischen Daten darüber, ob Stummelraucher ein höheres Risiko haben, an etwas zu erkranken. Dafür gibt es aber sehr eindeutige Statistiken, dass auch in Anbetracht der Handvoll Ausnahmen, die trotz Rauchens lange leben, der größte Teil der Raucher irgend eine Erkrankung in Verbindung mit ihrer Sucht bekommt. Gilt übrigens auch für Alkoholiker. Also Finger weg von jeglichen Zigaretten, würde ich sagen- sind doch eh viel zu teuer.

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Das Taschentuch im Klo

Ob Grippezeit, Erkältungszeit oder Heuschnupfenzeit- es sammelt sich eine ganze Menge gebrauchter Taschentücher an. Was machen damit? Gehören die in den Papiermüll? Ist doch Papier! Irgendwie habe ich ein Problem damit, die in den Restmüll zu werfen. Mein Mitbewohner hat dieses Dilemma nicht- er haut sie gern ins Klo. Ich verbiete es, doch es wird immer wieder getan. Also ich finde vollgerotzte Taschentücher im Wasser total unhygienisch und wegen einem Taschentuch immer eine Wasserspülung zu benützen total verschwenderisch! Außerdem haben Taschentücher eine andere Struktur als Klopapier und verstopfen regelmäßig das Klo- die sind ja nicht fürs Klo gedacht. Was also machen mit vollgerotzten Taschentüchern? Ich habe mir gedacht- wenn ich sie schon ohne Aussicht auf Recycling in den Restmüll werfen muss, dann verwende ich sie noch dafür, die Vogelkacke am Balkon wegzuwischen- die tue ich nämlich nicht gern mit einem Mehrwegtuch aufwischen- ist ja ansteckend. Was aber ist besser- die gebrauchten Taschentücher im Klo herunterzuspülen oder sie im Restmüll zu entsorgen? Oder kann man sie am Ende doch in die Grüne Tonne tun?

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Gut drauf

Die meisten Menschen sind die meiste Zeit gut gelaunt. Ich bin nicht so. Mich nerven diese dauergutgelaunten Leute. Ich meine- es gibt so viele schlimme Sachen auf der Welt- Krankheiten, Terrorismus, Irre, Mörder, Vergewaltiger, Naturkatastrophen oder einfach ein mieses Schicksal- dass ich nicht verstehen kann, wie man da trotz dem Ganzen gut drauf sein kann? Aber Melancholiker sind in unserer Gesellschaft nicht gefragt. Menschen, die sich über vieles Gedanken machen, das nicht besonders erfreulich ist. Ja, gewisse Ärzte wollen einem immer „helfen“, dass man besser drauf ist. Es kommt mir so vor, als würde unsere Gesellschaft Melancholiker nicht tolerieren- als würden alle erwarten, dass die Menschen Dauergrinser wie der Typ aus „Willi will‘s wissen“ sind. Aber wenn ständig irgend etwas Schlimmes um einen herum und einem selbst passiert- wie kann man denn aus dem gute Laune erzeugen?

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Cybersex

Ich habe mich kürzlich für den Begriff „Cybersex“ interessiert. Ich war einfach neugierig, was das überhaupt ist und ob es das überhaupt gibt. Immerhin- gehört zum Sex nicht der Austausch von Körperflüssigkeiten und körperlicher Kontakt dazu? Bei Wikipedia wurde ich- wie immer- fündig. Man kann also erotische Chats haben, Pornos schauen und dabei masturbieren oder vor dem Chatpartner masturbieren. Nun, ich finde, das ist eine unglaublich hygienische Alternative zu „richtigem“ Geschlechtsverkehr! Keine Körpergerüche des Partners, keine Haare, keine falschen Gefühlsbekundungen und vor allem keine Geschlechtskrankheiten. Und du musst mit niemandem dein Bett und dein Heim teilen- super! Du kannst aufs Klo wenn du willst und kannst problemlos unterbrechen und weitermachen. Und wenn dir dein Partner nicht gefällt, knipst du einfach den Computer aus oder beendest den Chat. Und man kann problemlos mehrere Partner haben, ohne als „Schlampe“ oder „Hurenbock“ beschimpft zu werden und man kann sie wechseln wie Socken. Man muss wohl nur aufpassen, dass man nicht irgendwelche Bekannten, Kollegen oder den Nachbarn von nebenan unter einem Pseudonym anchattet oder die Bälger von irgendeinem Bekannten den Chat finden und dann irgendwo publizieren!

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Mea Culpa Plastik-Ich

Ich versuche, so gut es geht, Plastik und Kunststoffe zu vermeiden. Aber ich will nicht behaupten, dass ich ein Unschuldsengel bin, denn Plastik lässt sich im Alltag gar nicht umgehen. Wenn ich mir die Sachen im Badezimmer anschaue- alles Plastik! Es ist sogar in den diversen Wasch- und Pflegemitteln drin! Das tun wir uns auf die Haut drauf! Unsere Haushaltsgeräte- alles Plastik. Bequeme Schuhe- verschiedenste Arten von Kunststoff. Kleidung- Kunststoffe. Meine Stifte- Kunststoff. Und was ist mit dem ganzen Baumarkt-Zeug? Ist doch in allem- von der Farbe bis zum Werkzeug- Kunststoff drin! Worin werden Möbel etc. verpackt? In Kunststoffen. Worin werden unsere Lebensmittel verpackt? In Plastik. Wie ich so meine Dokumente in Ordner einsortiere, denke ich mir: Klarsichthüllen sind für mich unentbehrlich, aber ich wäre sehr dankbar, wenn auf ihnen endlich einmal stehen würde „Folie aus Holz und damit kompostierbar“!

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