Irrsinn & Co.


Plastik: Einfach zeitlos

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Unsere Vor-Vorgängergeneration war versessen darauf, alles in Plastik zu schweißen. Die hätten niemals gedacht, dass das Mal aus der Mode kommen würde! So haben besonders den nicht so Wohlhabenden die Großeltern nichts als Müll hinterlassen: In Plastik verschweißte Kleiderbügel zum Beispiel. Sie haben aber damals wirklich alles in Plastik geschweißt- wir mussten in einer alten Wohnung alle Türen aus dem Plastik zwängen- was haben sich nur die Leute damals gedacht?!

After Eight muss man mögen- die meisten tun es nicht

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Ich sage lieber nicht, warum dieser Minz-Zucker-Schleim in Schokolade gekauft wurde- es war „im Angebot“. Die Floskel, etwas sei „im Angebot“ scheint der ideale Köder für leicht beeinflussbare Menschen zu sein. Drei Mal darf man raten, ob der Käufer Pfefferminze überhaupt mag- natürlich nicht! Trotzdem kaufte er es und jetzt steht also diese Riesen-Schachtel schokolierter Minzpaste, die bei mir Übelkeit hervorruft, wenn ich sie nur rieche, herum und wartet auf ihre Beerdigung in der Mülltonne oder als unappetitliche kulinarische Darbietung an Gäste, um sie zu verschrecken!

TicTac, das keiner will

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Warum das ein gewisser Mitbewohner gekauft hat? Weil es im Angebot war. Ob er „TicTac“ überhaupt mag? Nein. Ob es jemand von uns anderen mag? Nein. Ob jemand von uns Äpfel oder Apfelgeschmack mag? Nein, wir alle hassen Äpfel. Aber hat der Einkäufer geschaut, was er da kauft? Nein, es war ja im Angebot- daher muss ich jetzt vier Dosen Apfel-TicTac entsorgen, nachdem es jahrelang in einer unserer Küchenschubladen vergeblich darauf wartete, gelutscht zu werden. Natürlich werden die miesen Sorten dieser Süßigkeit in den Supermärkten verramscht, aber ich frage mich ehrlich- warum gibt es überhaupt miese Sorten, die offensichtlich niemand konsumieren will?

Plastikglitzer

Warum ich das plastikglitzerbesetzte T-Shirt kaufte? Weil es eines der Wenigen halbwegs in meiner Größe war. Ob ich Plastikziersteine mag? Nicht besonders, denn ihre Herstellung und die von giftiger Chemie begleitete von Arbeitssklaven ausgeführte Herstellung der Kleidung halte ich für umweltzerstörend, unmenschlich und schlicht überflüssig. Aber leider sind sie immer noch in Mode, die Plastikziersteine. Die diversen Shopping Queens und Topmodels reden uns ja auch jeden Mist ein, so, dass wir glauben, ohne beklebte Jacken, Shirts, Hüte, Hosen und Schuhe wären wir absolut unstylish! Und wer will denn schon unmodisch sein? Ob das Klebezeug auf der Kleidung Sinn macht? Nein. Macht es die Gesundheit von Textilfabrikarbeitern kaputt? Ja. Werde ich mir so etwas wieder kaufen? Na ja, wenn es im Angebot ist…

Der Strick für Mode-Prolos

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Warum nur, fragt sich ruthwitt, gibt es diese Schnüre überall? Man findet kaum noch ein Kleidungsstück ohne diese redundanten Stricke, die irgendwo herunterbaumeln. Ob Röcke, Hosen, Shirts oder Jacken- überall hängen sie! Ich muss sie aus allen Kleidungsstücken herausziehen, denn ich komme mir damit wie ein Affe vor. Wenn man das nur zu irgend einem Zweck verwenden könnte, außer, sich damit zu erdrosseln! Vor nicht allzu langer Zeit hat man gar die dicken weißen Schnüre als Symbol der Großstadt-Yuppies eingeführt, so dass es immer mehr, anstatt weniger Schnur gibt! Wo gibt es noch bequeme Bekleidung ohne Schnüre?

„Rippen“ bis die Hose platzt

Warum näht man neue Hosen, um sie dann zu zerstören? Wer schon einmal gesehen hat, wie die Näher in Südasien schuften und leiden, um unseren Jeans den „Destroyed-Look“ zu verpassen, wird vielleicht doch wieder Mal biedere Hosen tragen!

https://bellevue.nzz.ch/mode-beauty/boom-der-destroyed-denims-diese-hirnrissigen-hosen-ld.155145

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