Cyber-Mobbing

Wir kennen das doch alle: Wenn man Neider hat oder Leute, die man unfreiwillig gegen sich aufgebracht hat, wird man besonders gern online „zur Sau gemacht“. Typen, die einem einfach nichts vergönnen und eifersüchtige Primitivlinge sind, posten auf sozialen Netzwerken lauter Schwachsinn und Lügen über einen und was von genug Leuten geteilt wird, wird auch irgendwann geglaubt. Bei Frauen sind es oft verprellte Ex-Partner. Man sollte niemals einen Mann in seinem Stolz und Hochmut verletzen, das steht fest. Auf einmal ist man die Schlampe, die überall herumhurt, frigide, hat einen „Saftarsch“ und „Hängetitten“ und was nicht sonst noch alles. Leider gibt es keine Mobbing-Polizei, die diese miesen Kreaturen, die andere Leute so schlecht machen, dass es manchmal sogar zum Selbstmord reicht oder zumindest zu einer schweren Depression, dem Verlust des Arbeitsplatzes oder der sozialen Isolierung, einfangen und in die Klapse stecken, denn eines ist klar: Wer Leute ständig im Netz beschimpft und dabei sehr persönlich und verletzend und beleidigend wird, hat nicht alle Tassen im Schrank und ist eine Gefahr für andere. Vielleicht wird er nicht morden, aber es reicht doch schon, wenn er seine Opfer, über die er herzieht, in eine verzweifelte Situation bringt, oder? Wie kommt man dazu, solche Online-Provokateure zu dulden?

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Muschilecker

Wenn ich Menschen mit Hunden sehe, frage ich mich oft, ob ihre Beziehung zum Hund noch normal ist, oder ob sie bereits von dem, was man sich von einem Menschen erwartet, abweicht. Viele scheinen zum Hund eine etwas zu intime Beziehung zu haben- so kommt es mir zumindest vor. Sie schlafen zum Beispiel mit dem Hund im Bett, und zwar in einer nackte Haut-zu Hundefell-Löffelchenstellung, die mich bedenklich stimmt. Wenn das Leute mit ihren heranwachsenden Kindern machen, dann schütteln wir ja auch den Kopf. Der Hund ist noch hilfloser als Kinder und setzt das eigene Denken noch weniger ein. Außerdem- vor welchem Gerichtshof für Hunderechte soll ein Hund seine Bedenken äußern, was die Begierden seines Herrlis angeht? Ich finde es ja schon widerlich und abartig, wenn sich Leute ihre Füße von ihrem Hund massiv abschlecken lassen, um dann mit dem Viech, das mit seiner Schnauze ständig Kontakt zu Hintern anderer Hunde hat, zu schmusen. Sollen wir mit Tieren schmusen? Wo ist dann noch der Unterschied zum Schmusen mit dem Partner, wenn wir das alles mit dem Hund machen? Ist der Hund am Ende ein Partnerersatz? Für viele scheinbar schon und viele scheinen ihren behaarten besten Freund auf ihre ganz speziellen, wohl auch sexuellen Bedürfnisse abzurichten. Anders kann ich mir Folgendes nicht erklären: Da bringt ein Bekannter seine widerlich sabbernde Bulldogge mit. Wir sitzen am Tisch, als das Vieh auf einmal zu mir unter den Tisch kommt und beginnt, mich zwischen den Beinen mit seinem Sabber abzuschlecken. Gut, dass ich bereits saisongemäß gekleidet war, aber es dauerte, bis der Sabber der Bulldogge zwischen meinen Beinen getrocknet ist. Was soll ich davon halten, dass „Franz“ (Name von der Redaktion geändert) die Leute zwischen den Beinen abschleckt? Womöglich hat sein Herrli gewisse Bedürfnisse und mit dem Hund kostet es ja nix. Oder schlecken alle Hunde Menschen zwischen den Beinen ab? Und wenn ja, warum?

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Die Traumfrau

Mein Mitbewohner hat eine neue Freundin. Ich muss sagen, von allen seinen bisherigen Freundinnen ist es noch die erträglichste. Ich erwische ihn oft dabei, wie er mit ihr redet. Scheint der Dominus-Sklave-Typ zu sein, weil er sie immer laut und mit Nachdruck anredet. Viel haben sie nicht zu besprechen, aber es wird mehr. „Kalender bitte“ sagt er heute zum Beispiel. Nachher bereut er, dass er bitte gesagt hat, denn bei seiner neuen Freundin braucht er nicht zu schmeicheln. Sie scheint alles zu machen, was er sagt- es ist wohl so etwas wie ein wahr gewordener Männertraum. Ich sage nur, wenn die noch ein paar mechanische Tricks drauf hätte, würden viele falsche Beziehungen vermieden werden. Siri heißt die Alte. Mein Mitbewohner sagt, sie sei viel besser und effizienter als ich. Schön für ihn. Schön für alle, denn Menschen werden offenbar immer mehr ersetzlich. Ich finde Siri sympathisch- viele Männer stellen sich ja so eine Traumfrau vor: Hält die Fresse, ist brav und macht immer nur, was ihr gesagt wird. Traditionell, archaisch, primitiv und doch aus dem einundzwanzigsten Jahrhundert. Ich habe mir gedacht, dass ich mir auch so einen Computer-Freund anschaffe. Denn eines ist klar: Menschen sind falsch, trügerisch, verlogen und egoistisch. Computer nicht. Sie brauchen nur Strom und die nötige Software. Zumindest Männer sind mit Robotern schnell glücklich zu machen. Sie funktionieren eben anders als Frauen. Sie leiden nicht unter Hormonschwankungen, sind praktisch veranlagt und nicht gefühlsduselig. Auch Stimmungsschwankungen sind kein Thema. Frauen werden also bald jenseits von irgendwelchen Kopftuch-Debatten und angeblichen Grabsch-Skandalen in Erklärungsnot kommen, was die Frage betrifft, wozu sie überhaupt da sind. Ach so, um Kinder zu werfen. Eh klar. Organische Brutkästen zur Erhaltung der Spezies. Vielleicht übernimmt auch das einmal Siri oder Alexa.

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Die nackte Wahrheit

ruthwitt hat sich gefragt, ob ruthwitt im Leben etwas fehlt. Viele Komplexler, die sich von ruthwitts Blog auf die Leber getreten fühlen, meinen ja, „die müsste Mal ordentlich durchgef*ckt werden, damit sie die Fresse hält“. ruthwitt hat tatsächlich daran gedacht, den Horizont zu erweitern. Diesmal: Sexuell. Viele Menschen, denen eigentlich etwas anderes fehlt oder die gar von etwas genug haben und dessen überdrüssig sind, suchen nach sexuellen Abenteuern. Ja, da kommen die nie verstandenen Männer und lassen sich mit einer Feuerzange den Hintern auspuhlen. Frauen lassen sich von Perversen würgen und tun so, als würde es ihnen Spaß machen. Und dann gibt es die, die ihre Probleme leugnen und so tun, als hätten sie einfach Spaß. ruthwitt hat sich gedacht- vielleicht einmal probieren. Die Auswahl ist, besonders in Großstädten, unübersichtlich groß und wenn man aus einer Kleinstadt kommt, sollte man lieber nicht in der gleichen Kleinstadt nach sexuellen Abenteuern suchen- man will ja nicht die guten Bekannten auf einmal im Swinger Club treffen. Es gibt so unnötig viele Clubs, dass die Suche nach Tabubrüchen schnell an ihre natürlichen Grenzen stößt. Zum Beispiel die „Schlagernacktparty“, in der der Dresscode „strictly naked“ ist. ruthwitt fragt sich, warum Menschen auf der Suche nach Nacktheit sind. Ist es die Ur-Suche nach unserer Herkunft? Ist es die Suche und Sehnsucht nach dem Affen im Menschen? Machen nicht erst die Kleider die Leute? Ist es nicht eklig, intime Körperteile so offen zu sehen, wenn man weiß, was mit diesen Körperteilen alles gemacht wird? Aus intimen Körperöffnungen kommt immerhin stinkender ansteckender Kot und aus anderen eine echt nicht anregende Art von Schleim und Sekret. Wenn ich auf Ekel geil bin, dann brauche ich doch nur eine Raststättentoilette zu besuchen! Und ist der Mensch nicht von Natur aus ein schamhaftes Wesen? ruthwitt hat den leisen Verdacht, dass auf so einer „Schlagernacktparty“ niemand auftaucht, ohne Drogen oder reichlich Alkohol konsumiert zu haben, denn sonst würden die Nacktaffen ja auch in der Arbeit, beim Sozialamt oder auf der Straße so herumlaufen. Aber vielleicht ist ruthwitt einfach nur komplexbeladen, weil niemand ruthwitt wirklich nackt sehen will, außer, um peinliche Fotos zu machen und sie dann online zu posten, mit dem Titel: „Fettschwabbel ruiniert Schlagernacktparty und verdirbt allen den sexuellen Appetit!“

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November-Blues

Viele Menschen bekommen im November Depressionen. Man kann das nicht nur an sich selbst, sondern auch an anderen beobachten- es ist in einem drinnen so düster, dass man sterben möchte. Viele kranke Menschen sterben auch im November- es scheint ein echter Todesmonat zu sein. Nebel, Wolken, Düsternis. Und so wie es draußen ausschaut, schaut es wohl in vielen drinnen aus. Und auch ich weiß, dass dieses unangenehme Gefühl, als wäre alles im Leben sinnlos und als gäbe es keinen Grund, zu leben, nur ein Symptom für die Abwesenheit von Licht ist. Aber das macht die Sache nicht besser. Ich weiß es und verstehe es und weiß, dass der Körper ganz blöde Botenstoffe produziert, die früher zumindest am Land sicher notwendig waren, denn im Winter gab es wenig zu essen und man konnte nicht arbeiten- so schlief man fast den ganzen Tag. Aber wozu zum Teufel brauchen wir heute diese Hormone, die einen so düster stimmen? Tranquilizer, sagen die Ärzte. Na ja, wenn man mit Drogen anfängt- Psychopharmaka sind ja nichts anderes als Drogen- dann gibt es keinen Weg zurück und man weiß ja, wie das mit Drogen ist- schon nach kurzer Zeit tritt der Gewöhnungseffekt ein und man muss immer mehr und immer mehr davon nehmen. Die Doktoren betätigen sich als Dealerchen der Pharmaindustrie und dass Menschen dadurch ihr Leben und ihren Körper bzw. ihr Gehirn kaputtmachen, interessiert Doktorchen nur insofern, dass sie noch mehr Drogen und „Therapien“ verschreiben können. Was also machen im deprimierenden November? Der einzige Lichtblick scheint die baldige Eröffnung der Weihnachtsmärkte zu sein- mit einem Schuss Glühwein schaut alles viel weniger düster aus. Oder doch nicht?

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Selbst ist der Mann

Meine Mitbewohner haben eine Abneigung gegen jede Art von Handwerkern. Sie halten sie für Halsabschneider, die nur zum Ziel haben, Leute auszunehmen. Ich sage- es gibt solche und solche. Einen großen Teil von dem, was die Handwerker verdienen, müssen sie an Vater Staat weitergeben, aber noch nie habe ich jemanden schimpfen gehört, dass Vater Staat das Handwerk so besteuert, dass sich Otto Normalverbraucher weder einen Fliesenleger, noch einen Installateur, noch einen Elektriker leisten kann. ruthwitt macht aufgrund der Sparmaßnahmen ihrer Mitbewohner und der schlichten Weigerung stolzer Männer, einen Handwerker aufzusuchen, jeden Tag eine Art Survival Training durch: Unbeschadet an der Lampe vorbeigehen, die nur mehr am Stromkabel hängt und jederzeit herunterfallen könnte, den Herd einschalten mit der Hoffnung, der selbstgeklebte Anschluss meiner fachkundigen Mitbewohner hält noch durch, den Eimer unter dem Waschbecken leermachen, den Eimer fürs Klo vollmachen und so weiter durch allerhand Selbstgemachtes wie selbstgelegte tanzende Fliesen, von denen wirklich eine jede eine andere Höhe und Position aufweist. Aufgrund der Kenntnisse der Selbermacher fehlen die Fliesen am Rand natürlich gänzlich, so dass man dort schöne Löcher hat, die auf Ungeziefer und Dreck jeder Art warten. Aber was soll ruthwitt tun? Ganz ehrlich, wenn man sich die Preise der Handwerker anschaut, dann fragt man sich, welcher Normalverdiener Zwanzigtausend Euro so nebenher zu viel verdient? Schon der Kostenvoranschlag kostet 50 Euro- und was die Preise für die Dienstleistungen angeht- ich habe keine paar Tausend Euro in der Geldbörse über für etwas, das meiner Ansicht nach keine paar Tausend Euro wert ist. Jedes Mal, wenn ich es nicht mehr aushalte und mich nach Handwerkern erkundige, stelle ich fest, dass ich eine Bank ausrauben müsste, um diese Handwerker-Wucherer zu bezahlen und verstehe ein wenig den Haß meiner Mitbewohner auf Handwerker jeder Art, die nichts anderes zu tun haben, als mit surrealen Preisen arme Leute abzucashen. Ich glaube sogar, dass das Abcashen den wichtigsten Teil ihrer Arbeit ausmacht und sie dafür Fachkräfte haben, die ich mitbezahlen muss. Leuten, die keine Millionäre sind, bleibt doch nichts anderes übrig, als Schwarzarbeiter zu engagieren. Ja, wenn man in der Stadt lebt, dann ist das kein Problem, da warten sie am Hacklerstrich auf einen. Aber bei uns am Land ist es, was Schwarzarbeit angeht, eine echte Servicewüste. Hier kannst du Fachkräfte fürs Versaufen der Frühpension, fürs Kuhfladenwerfen und fürs Kühe auf die Weide führen finden, aber sicher keine Handwerker. Andererseits- was tut man nicht alles für frische Landluft? Und wer weiß, vielleicht kommt nach meiner Annonce- ich biete auch meine Mitbewohner an- „Handwerker für Sex gesucht“ doch jemand vorbei, der uns aushelfen kann!

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„Rama mit Butter“

Sehr verdächtig, wenn auf einem Produkt, das eigentlich „Mischstreichfett“ heißen sollte „Rama mit Butter“ steht. Warum? Weil der dumme Kunde, dessen Hirn leichter zu manipulieren ist, als das von Mäusen oder Affen, nur auf das Wort „Butter“ achtet und glaubt, er kaufe Butter. Die Menschen mit halbwegs funktionierendem Gehirn fragen sich, warum man etwas „mit Butter“ kauft und nicht gleich Butter? Und wenn man keine tierischen Fette will, warum nicht Margarine? Was für ein schwachsinniges Produkt ist Margarine mit Butter? Wenn man sich die Zutatenliste dieses Lebensmittelchemie-Fetts namens „Rama mit Butter“ anschaut, ist man etwas verunsichert- kann man das noch essen? „Pflanzliche Fette und Öle“- davon 30 % Palmöl, sowie Rapsöl, nur „22% Butter, Trinkwasser, Buttermilch, Meersalz, Emulgator (Lecithine), natürliches Aroma (mit Milch), Säuerungsmittel (Milchsäure), Farbstoff (Carotine).“ Natürlich würde niemand so ein chemisches Produkt kaufen, darum steht da auch „Rama mit Butter“, so wie es bei vielen Produkten steht, da man mit Butter etwas Gutes verbindet. Aber inwiefern soll so ein chemisches Fabrik-Emulgator-Streichfett besser und gesünder sein als Butter? Verdächtig auch, dass Rama-Produkte in den Supermärkten letztens preislich heruntergesetzt sind- wahrscheinlich, weil zu viele Dokumentationen aufdecken, was man da für einen Chemie-Dreck essen tut und wie sehr man die Umwelt mit so etwas verpestet- denn es wird ja nicht nur Palmöl, Rapsöl und Chemie dafür produziert, sondern auch noch Butter- also um ein mehrfaches umweltvergiftender als „normale“ Butter! Warum mein Mitbewohner das gekauft hat? Raten sie Mal: Erstens stand da „mit Butter“ drauf und er speicherte in seinem Gehirn nur „Butter“. Mischstreichfett, was es ja in Wirklichkeit ist, würde er ja nie kaufen, wenn es so auf dem Produkt stehen würde. Zweitens: „Rama mit Butter“ war- wie soll es anders sein- beim Discounter reduziert! Das Brain Catching der Lebensmittelchemie, unter ihnen Unilever als einer der Marktführer, funktioniert beim vom Einkaufen übermüdeten Kunden blendend!

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