Die Rache ist mein

In letzter Zeit habe ich viel mit dem Begriff der Rache zu tun. Rache widerspreche laut vermeintlichen Gutmenschen den Handlungsprinzipien des christlichen Abendlandes und der geistigen Fortschrittlichkeit des Menschen. Dazu möchte ich daran erinnern, dass das Christentum selbst jahrhundertelang eine gewalttätige perverse Ideologie war und dass das, was heute bei uns als Christentum bezeichnet wird, eine Soft-Version des Christentums darstellt, die den Schwachsinn und die Greueltaten, die dieser Ideologie anlasten, vernebelt oder verschweigt. Ich könnte Ihnen Geschichten von Frauenmissbrauch und Morden erzählen, da würden Ihnen die Haare zu Berge stehen. Aber das ist eine andere Geschichte auch von Priestern, die sich ihre Penisse von Messdienern lutschen lassen und danach ihrer Gemeinde etwas von Reinheit und Menschenliebe predigen. Meine Geschichte handelt davon, dass es auf der Erde, auf der wir leben, keine Institution gibt, die die moralische Obrigkeit über alle auf der Erde lebenden Menschen hat und die Berechtigung hat, zu behaupten, Rache sei primitiv und negativ. Da sitzt so ein sesselfurzender Rechtsprofessor, der im Leben nichts zu befürchten hat, in seinem Doziersessel und glaubt, moralische Obrigkeit über die Menschen zu haben, indem er aus Büchern zitiert. Wurscht, um welche Bücher es sich handelt- sie sind von Menschen geschrieben worden und können von Menschen umgeschrieben werden. Dieser sesselfurzende gutverdienende Besserwisser mit seiner Hochsicherheits-Villa im Grünen hat keine Tochter, die bei lebendigem Leib aufgeschlitzt wurde, der bei lebendigem Leib Organe entnommen wurden, die vergewaltigt wurde, die dann ein bisschen gewürgt wurde, deren Kopf dann bei lebendigem Leib in Plastikfolie gewickelt wurde und die dann noch einmal bis zum Kick des Mörders und ihrem langsamen schmerzvollen Tod gevögelt wurde.  Und auch die Familie der so Ermordeten hat kein Recht, dem Mörder zu vergeben. Denn keiner von denen hat das oft lange Leid, Folter und den qualvollen Tod der Ermordeten erlebt. Denn würden die Bürger sehen und hören, was an einem jeden Tag solche Monster tun, würden sie Rache als juristisches Handlungsmotiv höchstwahrscheinlich anders sehen.

In amerikanischen Dokus wie „Medical Detectives“ sieht man unverpixelte Videos von Tätern und lebensfrohen Opfern. Man fühlt mit den Ermordeten und hasst die Vergewaltiger und grausamen, sadistischen Mörder.

Ich sehe auch nicht ein, wie man einem Nazi-Verbrecher vergeben soll. Für das Vergasen, Erschießen, Vergewaltigen von Zehntausenden? Die Zeit kann Wunden zwar verdecken, aber die tiefen Narben bleiben. Haben Sie, die über Vergebung und irgendein schwachsinniges christliches Kulturerbe palavern, die Ermordeten gefragt, ob die ihren perversen und äußerst brutalen Mördern für das Leid und das Wegnehmen ihres Lebens vergeben?

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Über ruthwitt

Politikwissenschafterin.
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Eine Antwort zu Die Rache ist mein

  1. Marcel schreibt:

    Guter Post. Kann nicht schaden, sich mit der Thematik genauer zu beschaeftigen. Werde bestimmt auch die weiteren Artikel verfolgen.

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