Einwanderung?

Die Staaten der westlichen EU haben ein Problem: Sie kämpfen mit zu niedrigen Einwanderungsraten. Es wandern viel zu wenige hochqualifizierte Fachkräfte zu. Sie gehen lieber in die USA, Kanada, Australien. Jedenfalls nicht in die EU. Besonders nicht nach Deutschland. Sie fühlen sich unerwünscht. Immerhin müssen sie einen unbezwingbaren Papierkrieg bewältigen und Nachweise erbringen, die kaum zu erbringen sind für Jobs, die Deutsche nicht einmal haben wollen. Da gehen sie gleich in die USA, wo sie bessere Karrierechancen haben und nicht als Menschen zweiter oder gar letzter Klasse behandelt werden. Uns West-EU-Bürgern sind die Einwanderungsgesetze wurscht, solange nur nicht so viele von denen kommen. Mit Einwanderung verbinden wir rumänische Diebesbanden, bettelnde Betrügerbanden und ideologisch verklärte Leute aus dem Nahen Osten. Es ist jedoch heutzutage gesetzlich verboten, über so etwas offen und ehrlich zu sprechen. Das macht mir Angst. Der Verfassungsschutz beobachtet meinen Blog, weil ich mich mit meiner Offenheit auf illegalem Terrain bewege. Unsere Verfassungsschützer vergessen, dass in der Weimarer Republik auch vielerlei Verbote galten und die Leute sich keine Luft machen konnten. Sie konnten ihre Gefühle und Ängste nicht offen zum Ausdruck bringen. Und so gut und hehr die Absichten der Herren waren, welche die Weimarer Republik gründeten und leiteten, so schlimm hat es für sechs Millionen geendet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden viele Dinge nicht geklärt. Warum die Deutschen so viele Ängste hatten. Woher diese Ängste kamen. Wer tatsächlich daran Schuld hatte. Die Politik hat diese ganzen Fragen verschleiert und so getan, als gäbe es kein Problem. Und kaum ein paar Jahre später sind ganze Staatsbevölkerungen wie Hammel einer kleinwüchsigen albern wirkenden Tötungsmaschine aus Österreich gefolgt. Weil es vorher verboten war, schlecht über gewisse Sachen zu sprechen. Oder überhaupt über gewisse Sachen zu sprechen. Also, auch auf die Gefahr hin, vom Verfassungsschutz festgenommen zu werden, erzähle ich eine kleine Szene aus meinem Leben, wie sie vielleicht nicht nur mir widerfahren ist. Ich ging vor zwei Jahren zu meinem ehemaligen Hausarzt. Dort war ich mit allem ziemlich zufrieden. Im Wartezimmer saß eine übergewichtige verlebte Frau mit Kopftuch und fünf Kindern. Alle Stühle waren besetzt, denn es waren noch zwei Wartende da. Und obwohl man nicht behaupten kann, mir fehle es an Bildung und Wissen, kamen in mir ganz banale Gefühle hoch. Ich sah sie auf einmal überall, diese kopftuchtragenden Symbole einer Sorte Mensch, die nur dazu da ist, Kinder ohne Perspektive zu werfen, unterdrückt zu werden, den Fortschritt zu unterdrücken und herumzuerzählen, das sei genau das, was sie will und dass das alle so zu wollen hätten. Denn so hat es der mit ihr genetisch verwandte Cousin, der gleichzeitig ihr Mann ist, den sie mit zwölf geheiratet hat, gesagt. Und für diese Leute muss ich um ein Mehrfaches arbeiten, denn die brauchen Arbeitslosengeld, Kindergeld, Krankengeld, Sozialgeld. Und ich kriege nicht einmal einen Stuhl bei meinem Hausarzt. Demokratie ist ohne Säkularisierung nicht realisierbar. Mitglieder eines Staatswesens sollten differenziert diskutieren können und selbst direkt darüber entscheiden können, wie ihr Gemeinwesen zu regeln ist, wer Mitglied dieses Gemeinwesens werden darf und welche Regeln ausnahmslos jedes Mitglied zu befolgen hat. Ideologie hat bei der Erfüllung von Bürgerpflichten keinen Raum. Da gibt es keine Ausnahmen. Sollten Wunschmitglieder dieses Gemeinwesens etwas gegen dieses Prinzip haben, können sie gerne dorthin wandern, wo sie ihre Ideologien so ausleben können, wie sie es wünschen. Oder gleich dort bleiben, wo sie sind. Das hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit oder Verhetzung zu tun. Die Politiker und der Verfassungsschutz sollten endlich damit aufhören, so zu tun, als gehöre das Gemeinwesen ihnen und als könnnten sie allein darüber bestimmen, wie wir, die Mitglieder unseres Gemeinwesens, es regeln und organisieren wollen. Reden wir darüber, bevor es zu spät ist.

Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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