Der Unglückstag

Ich wurde neulich darauf hingewiesen, dass letztens Freitag, der 13. war. Ich habe das ehrlich gesagt nicht gemerkt, denn bei mir hat Donnerstag, der 12., an dem mir persönlich ziemlich viel Mist passiert ist, so einen Eindruck hinterlassen und so ein bildliches Loch in meine Physis gebrannt, dass ich gar nicht registriert habe, dass am nächsten Tag „Freitag, der 13.“ war. Für mich war es nämlich ruthwitts „Schwarzer Donnerstag“, der mir das Leben so richtig vermiest hat- ja, das ist nicht mit ein paar Valium oder einer Flasche Schnaps getan, wenn so ein Unglück passiert. Und wenn mir das nächste Unglück an einem Montag oder Dienstag passiert- denn ich scheine dafür eine Gabe zu haben-, werde ich mich auch ein bißchen ärgern, denn der Aberglaube hilft den Menschen offenbar, schlimme Sachen zu verarbeiten. Wenn mir das Desaster am Freitag, den 13., passiert wäre, wäre es nicht weniger schlimm gewesen, aber ich hätte sagen können, dass es an den Mächten der Finsternis liegt, die versuchen, den gutgläubigen und glückhaften Menschen in die Schattenwelt zu ziehen. So sitze ich nun da, mache mir Vorwürfe und frage mich: Hätte ich dieses Unglück/Pech/Desaster irgendwie verhindern können?

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Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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