Der Sammel“spaß“

Ob überflüssiges und überteuertes Geschirr oder Plüschfiguren, also Stofftiere, die unter schlimmsten Arbeits- und Umweltbedingungen, oft von Kindern und unbezahlten Sklaven, in Asien hergestellt wurden: Die Supermärkte lassen nichts aus, um die geistigen Unterschichten in ihrem Konsumwahn anzufeuern. Natürlich gibt es diesen umweltverschmutzenden Müll, den man sich mit Einkaufspunkten „sichert“, als wäre das nicht nur überflüssiges Gerümpel und Ladenhüter, nicht kostenlos: Der Kunde muss das Gefühl haben, dass er hier zu einem ganz besonderen Preis bevorzugt wird, um dann seinen „Gewinn“, für den er mit überflüssigen Einkäufen und dem Erwerb von „Geschenken“, die er gar nicht braucht, wie nutzloses Porzellan, das zu dem anderen Zeug in die Besenkammer kommt oder Stofftiere und Plastikschrott, teuer bezahlt hat, stolz seinen Bekannten zu präsentieren. Was will der Konsum-Unterschichtler mehr, als damit zu prahlen, dass er fast gar nichts für etwas bezahlt hat? Der skeptische Beisteher fragt sich entsetzt, ob der fanatische Konsument das zehnte Geschirr in Folge oder Plastikspielzeug wirklich braucht und ob Mutter Erde noch mehr Müll vertragen kann? Unterschichten an anderen Enden der Welt produzieren für Unterschichten an diesem Ende der Welt und solange die geistigen Unterschichten, die unentwegt perspektivloses Fleisch auf die Erde werfen, nicht aussterben, sieht es für Mutter Erde in diesem ewigen Kreis des nutzlosen Produzierens und Konsumierens schlecht aus.

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Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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