Ein armer Hund

Letztens bin ich mit meinem Mitbewohner in Streit geraten. Er möchte gerne ein paar Sachen, die ich zum Wohle unserer mageren Hausgemeinschaft auf dem Flohmarkt anbieten will, einem „armen Hund“ herschenken. Er habe angeblich nichts und ihm gehe es schlecht. Ich werde wütend. Ich trage meinem Mitbewohner vor, dass dieser „arme Hund“ kein armer Hund ist. Er ist zwar arbeitslos, aber deswegen noch lange kein „armer Hund“, denn immerhin bekommt er Arbeitslosengeld plus Auslagen und Zulagen. Auch besitzt er eine Behausung und kann es sich leisten, zehn Stunden des Tages im Wirtshaus zu versaufen und zu verfressen: Und zwar auf Kosten von arbeitenden Menschen, die wirklich arme Hunde sind! Ich behaupte, dass diejenigen, die so einen absolut absurden Sozialstaat durch ihre Arbeit und ihre Sozialabgaben aufrechterhalten, solche Leute finanzieren und sich zu Tode rackern, die wirklich armen Hunde sind! Ja, die armen Hunde, die trotz Schufterei und vollem Einsatz nicht über den Rand schauen können und darum noch am Wochenende dazuarbeiten müssen- das sind „arme Hunde“! Die arbeiten für das, was andere dann kriegen- und zwar den ganzen Tag bis in die Nacht hinein! Die denken gar nicht dran, drei Mal am Tag kommod auf Staatskosten bestes Essen serviert zu bekommen und alle sieben Tage Urlaub auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung zu machen!

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Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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