Ikea: Eine köstliche Überraschung

Da lockt mich Ikea mit einer „köstlichen Überraschung“, einem Stück Mandeltorte, die keine Torte ist, in sein „gemütliches“ Restaurant. Natürlich mit dem Hintergedanken, dass ich auch etwas einkaufe, wenn ich mich schon durch den Stadtverkehr zum Laden gequält habe. Als wenn ich in dieses mit hyperaktiven Bälgern und niemals befriedigten Kauf-Zombies vollgestopfte Ikea-Restaurant gehen würde, nur um ein Stück eines schwedischen Schokoriegels zu erstehen! Ich würde vielleicht auch gern ein paar Möbel kaufen, aber die zwingen dich doch tatsächlich, nicht vorne bei der Kassa hereinzugehen, sondern dich durch die kilometerlange Möbel-Expo am anderen Ende zu quälen: Durch Zombie-Menschenmassen, Familien mit Bälgern, die sich durch enge Gänge schleifen und Kauf-Zombies, die lauter Schmarrn in den Wagen tun. Ikea erlaubt mir nicht, durch die Kassa vorne hereinzugehen und mir die Möbel zu holen, deren Platz ich mir notiert habe. Sie haben auch gar keine Einkaufswagen dort stehen- keine Chance! Sie zwingen mich in die verfluchte Möbel-Expo voll mit dem schlimmsten humanoiden Konsum-Gesindel, so dass ich am Ende, wenn ich mich durch den Minotaurus gequält habe- der Ausgang ist durch verwirrende Gänge nicht zu finden- gar keinen Bock mehr darauf habe, irgendwelche Möbel, die dann ja am Ende unten in Regalen stehen und schwer einzuräumen sind, zu suchen und in den Wagen einzuräumen. Auch auf ihre Fleischbällchen in dem echt unappetitlich wirkenden Restaurant, in dem Menschen essen, die alles mit ihren dreckigen Pranken anfassen und sich selten waschen- genauso wie ihre Bälger- kann ich gerne verzichten. Ich weiß nicht, warum diese Unterschichten ihre Bälger mitnehmen, so dass der Laden zu einem Irrenhaus wird und ich weiß nicht, warum mich Ikea zwingt, durch die Schmarrn-Expo zu laufen, aber es scheint wohl so zu sein, dass Unterschichten lauter China-Mist und Design-Abfall in den Wagen laden und viel Geld für Schmarrn verpulvern und es sich zu rechnen scheint, mich in die Hölle der familienfreundlichen Möbel-Expo zu schicken. Wenn man dann die Sachen im Wagen hat, wird man an der Kassa wahnsinnig, denn jeder hat im Wagen so um die tausend Stück Kleinteile-Schmarrn, der natürlich unbedingt notwendig ist- zumindest für hyperaktive Konsum-Bälger und Weiber, die auf Nippes stehen. Die Freude, endlich an der Kassa dran zu sein, währt nicht lange, denn es gibt nur einen verfluchten Fahrstuhl und keiner von den Trotteln kann warten, bis du eingestiegen bist. Wenn du das verpackte Zeug dann mühsam eingeräumt hast, findest du natürlich nicht den Platz, wo die Einkaufswägen stehen- der ist gut versteckt. Du lässt den Wagen stehen, denn dir reicht es. Neben dir hauen die Unterschichten natürlich ihre Türen auf und demolieren ein bisschen dein Auto. Zu Hause angekommen packst du mühsam das gut verschweißte Zeug aus. Du sortierst es stundenlang und fängst an, zu bauen. Bei der Hälfte deiner Plagerei angekommen stellst du fest, dass das eine Teil, das jetzt dran ist, beschädigt ist und du dir die ganze Arbeit und den ganzen Weg umsonst gemacht hast. Du bist wütend. Du sammelst das kaputte Zeug zusammen, wirfst es liebevoll in den zerrissenen Karton, rein ins Auto und du freust dich unheimlich, wieder in diesen Laden zu fahren. Natürlich passt das ausgepackte Zeug mit Karton jetzt gar nicht mehr richtig in den Einkaufswagen. Bei der Reklamationsabteilung ist keiner da. Wenn du den Zettel gezogen hast und dran bist, sagen sie, da ist wer anderer zuständig. Wenn du endlich dran bist, bieten sie dir einen Gutschein an. Sie wollen dir das Geld nicht gern zurückgeben, denn du sollst an Ikea angebunden bleiben, vielleicht noch einmal irgend so ein Teil kaufen und die Ochsentour noch einmal durchmachen. Du bist wütend. Dir dampft es aus den Ohren heraus. Du denkst- nie wieder! Aber leider sind die Möbel halt ganz schön und irgendwann kommt jeder zurück, oder?

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Über ruthwitt

Politikwissenschafterin.
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