Die fetten Weiber

Oft wird auch auf ruthwitts Blog vorwiegend von männlicher Seite semipolitischer Unmut über „die fetten Weiber“ geäußert. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass viele dieser „fetten Weiber“ sich in ihrer Haut ohnehin schon unwohl fühlen und nicht auch noch die Bestätigung von den Adonissen brauchen, die selbst selten in einen Spiegel schauen, ist es immer noch üblich, „die fetten Weiber“ als ein gesellschaftliches Stigma darzustellen. Ein „fettes Weib“ ist das ultimative Böse: Verfressen, faul und blöd. Ganz im Gegenteil zu den „fetten Männern“. Man schaue sich nur den ungustös fetten Gerard Depardieu an, der sich dank Fernseh-Zwangsgebühren durch die Gourmet-Küchen Europas frisst („schlemmt“) und den alle unheimlich sympathisch und niedlich finden. Stellen Sie sich vor, es würde eine ähnlich physiognomisch unattraktive und genauso „fette“ Frau diese Sendung moderieren! Das wäre so etwas wie Zynismus pur, nicht wahr? Ein „fettes Weib“, das unaufhörlich auf Kosten von uns fressen tut und das auch noch im Fernsehen zur Schau stellt- das wäre das ultimative Hass-Objekt! Das „fette Weib“ wäre auch keine „Schlemmerin“ wie Gerard Depardieu, sondern eine „verfressene, fette Sau“, oder?

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Über ruthwitt

Politikwissenschafterin.
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6 Antworten zu Die fetten Weiber

  1. Elisabeth Berger schreibt:

    Dankeschön aus tiefstem Herzen, allerallerliebste Frau Witt😘🌹
    Ich gehöre auch zu den fetten Weibern und traue mich öffentlich kein Eis oder Torte essen, vor allen Dingen nirgends Sahne drauf! Da spürt man schon die geringschätzigen Blicke und Gedanken: jetzt frißt die Fette auch noch Kalorien in sich rein…… dabei weiß keiner, daß ich wegen Eis oder Torte schon am Tag vorher nix gegessen hab, daß es mir wieder nicht gleich wieder auf den Hüften hängen soll. Die bierbauchigen Männer dagegen sind echt der Burner, am liebsten sind sie mir, wenn ihre Traumfrauen auch noch Größe 36 haben sollen☺️ Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf, hihi😊
    Vielleicht wird die Barockzeit wieder in, dann lassen wir Dickerchen es total krachen, jippieh🍰🍦🍧🍨🍩🍹

  2. Alfred E. Neumann schreibt:

    Ihre Mär und die Schleimerei bei ruthwitt können Sie sich sparen: ich habe Sie, JA GENAU SIE, beobachtet: http://orig02.deviantart.net/f37b/f/2013/316/9/3/damn_you_genetics_by_mihaihen-d6u1i01.jpg

    • Elisabeth Berger schreibt:

      Allerherzliebster Herr Neumann,
      da sind Sie ja wieder☺️ No no, ned so aggressiv😖Toll, daß Sie mich im www gefunden haben! Ich kann mich nur nicht mehr an den Schnuckel neben mir erinnern – waren Sie das?
      Ach, bei Frau Witt braucht man nicht schleimen und Märchen erzählen, sie schreibt schon so, daß uns Nicht-Größe-36-Tragenden das Herzerl hüpft😍
      Sie werden doch nicht etwa einer der bierbäuchigen Adonisse sein? Da wär‘ ich aber jetzt enttäuscht😢
      An nett’n Gruaß von da Größe-44er Elisabeth😋

      • Alfred E. Neumann schreibt:

        Ich darf Sie getrost beruhigen. Meine asketisch-preussische Disziplin im Bezug auf die Kalorienaufnahme einerseits und 60km Lauftraining/Woche andererseits resultieren mittlerweile in der Kleidergrösse S sowie einem BMI von seit Jahren stabilen 21,3.
        Dies führte vor 3 Jahren zu der skurrilen Situation, daß ich beim Kauf neuer Jeans von der Herren,- in die Kinderabteilung (!) geführt wurde. Und ich mir dort tatsächlich zwei gekauft habe, weil die mir gut gepasst haben (Taillenumfang 76 cm). Und das unter den neid,- und haßerfüllten Blicken der fetten Verkäuferinnen, die in ungefähr meinem Alter waren (damals 47).
        Das war durchaus nicht immer so. Vor 7 Jahren war mein BMI noch bei >28 und da ich ich mich überhaupt nicht wohl gefühlt habe, der Blutdruck stieg und die diskriminierenden Sprüche und Blicke, besonders von schlanken Frauen, nicht mehr hören und sehen konnte, mußte ich mich entscheiden, ob ich, wie ruthwitt, ewig jammere und Jedem und Allem die Schuld gebe oder selbstkritisch das Problem analysiere und aktiv und kompromißlos das Problem angehe. Ich entschied mich für Letzteres.

      • Elisabeth Berger schreibt:

        Prima, Herr Neumann! Finde es echt respektabel, so viel für seinen Körper zu tun!
        Ich stimme Ihnen zu, daß das körperliche Wohlbefinden mit weniger Gewicht steigt. Und natürlich ist weniger Gewicht gesundheitsfördernd.
        Bei uns Frauen ist es jedoch manchmal so, daß das Gewicht nicht nur auf bloße Fresserei zurückzuführen ist, sondern ab einem gewissen Alter durch gewaltige Hormonschwankungen ganz schön aus dem Gleichgewicht kommen kann. Dann das Gewicht zu halten oder zu verringern, ist oft ein Gewaltakt. Eine erwischt’s mehr, die andere weniger. Soll jetzt keine Entschuldigung für alles sein, aber spielt eine große Rolle.

  3. strichfilosof schreibt:

    Hat dies auf bissige Kommentare zu Nachrichten rebloggt und kommentierte:
    Fantastisch!

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