„Aggressive SUV-Fahrer“

Da scheint wohl jemand die SUV-Fahrer genauso zu lieben, wie ich. Ja, ich glaube, es gibt eine weltweite Fangemeinde von „aggressiven SUV-Fahrern“! Noch nie haben wir doch erlebt, dass aus so einem Mähdrescher genannt Geländewagen eine sympathische Person ausgestiegen ist. Und eigentlich kennen wir auch niemanden, der einen SUV fährt und uns sympathisch ist, oder? Ich meine, wie kann einem denn so ein Krampf im Hintern, der Fußgänger und Autofahrer dauernd nötigen und bedrohen tut und uns durch die Einnahme von drei Parkplätzen jede Chance auf ein Einparken nimmt, sympathisch sein? Der kauft sich doch den SUV, damit er es allen so richtig zeigen kann und damit alle sehen, dass er etwas Besseres ist. Denn wenn dieser Komplexler aus dem SUV aussteigt, dann muss er ja wie wir anderen auch in Schlangen anstehen, sich überall anstellen, warten und alles machen, was wir anderen auch machen müssen. Aber in seinem SUV sitzt er in einem eigenen Mikrokosmos: Es ist sein Raumschiff und er ist der Captain, während wir, die anderen mit den normalen Autos und die Fußgänger, seine Untergebenen sind, die sich gefälligst schleichen und vor dem Emperor niedernkien sollen, wenn er mit seinem SUV ankommt. Sie rasen, drängeln, nötigen auf der Autobahn mit ihren Range Rovers und jeder fragt sich: Sind unsere Politiker inklusive EU-Parlamentarier nicht ein Haufen Heuchler- wo sie doch für uns teuer kommende Umwelt-Agenden unterschreiben, um die Geländewagen dann mit Milliarden zu fördern?

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Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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Eine Antwort zu „Aggressive SUV-Fahrer“

  1. Alfred E. Neumann schreibt:

    Die Sympathie hält sich zumindest bei mir in sehr überschaubaren Grenzen.
    Es lohnt sich vor allem ein Blick auf das ignorante Klientel, welches bis zu 2 Tonnen schwere Diesel-Panzer durch die Gegend bewegt, massiv die Luft mit Stickoxiden und Rußpartikeln verpestet und den sowieso schon viel zu knappen Parkraum in den Großstädten immer mehr zupflastert:
    Fette, gelangweilte Hausfrauen mittleren Alters, die ihre fetten, verzogenen ADHS-Bälger wie Sören-Torben und Mona-Amelie in die Schulen/Sporthallen chauffieren und jedesmal für gefühlte 30 Minuten den lokalen Straßenverkehr aufgrund ihrer schwer defizitären Einparkfähigkeiten mit dem SUV-Panzer zum Erliegen bringen, weil den fetten, verzogenen Bälgern ja die 1-3 km Weg zu Fuß oder Fahrrad natürlich nicht zugemutet werden kann. Selbstverständlich wird dann, nachdem die Bälger abgeliefert wurden, erst einmal zur Entspannung das nächste Café aufgesucht und dann mit den anderen gelangweilten Weibern 2-3 Latte Macchiato geschlürft, während die Monsterkarre natürlich die ganze Zeit die Parkplätze belegt. Zuvor wurden natürlich mindestens fünf Mal langsam um den Block gefahren und beim Einparken wieder der ganze nachfolgende Verkehr zum Erliegen gebracht. Immerhin kommen diese ignoranten, aufmerksamkeitsgestörten ProfilneurotikerInnen ihrer Informationspflicht gegenüber der Gesellschaft nach, indem sie die selten dämlichen Vornamen ihrer „verhaltensoriginellen“ ADHS-Brut auch noch auf ihre Monsterkarren kleben („BlagXXX an Bord“). Als ob das irgend jemanden interessieren würde!

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