Erdbeeren wirken gegen Krebs

In einem Humbug-„Gesundheits“-„Ratgeber“, der von der öffentlichen Hand, also vom Steuerzahler, mitgetragen wird,  entdecke ich die Pauschal-Meldung, dass Erdbeeren nicht nur diese und jene Säuren und Vitamine enthalten würden, sondern auch gegen Krebs wirken. Das ist sehr informativ und besonders auf der Darmkrebs-Station werden die Patienten dank solcher Humbug-Meldungen erkennen müssen, dass sie an ihrer misslichen Lage selbst schuld sind, denn sie haben zu wenige Erdbeeren gefressen! Natürlich fragt sich ein Mensch mit gesundem Verstand, wie etwas, das fast ausschließlich aus Wasser und Fruktose besteht, gegen Krebs wirken soll, aber das ist eine Frage, die solche „Wissenschaftler“ und „Mediziner“ nicht sonderlich interessiert. Erdbeeren wirken gegen Krebs. Auch gute Tarotkarten wirken übrigens gegen Krebs und die Geburt an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit wirkt ganz besonders gegen Krebs. Ja, und auch wenn man so viele Gutgläubige, die Erdbeeren lieben, an Krebs und Chemo krepieren sieht, soll man den Glauben an Pseudo Medizin-Ratgeber nicht verlieren, denn unter einer bestimmten interstellaren Konstellation wirken Erdbeeren mit Sicherheit gegen Krebs! Mahlzeit!

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Über ruthwitt

Politikwissenschafterin.
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5 Antworten zu Erdbeeren wirken gegen Krebs

  1. Werner Königshofer schreibt:

    Gratuliere!!!

    MfG

    KH

  2. Elisabeth Berger schreibt:

    Gerade bin ich mit der Chemotherapie fertig geworden😊Schade, daß ich mir die Tips vom Ratgeber nicht schon vor einem halben Jahr reingezogen hab☺️ Steht da was, daß man nicht zur Strahlentherapie muß? Vielleicht grüne Bohnen oder Gelberüben? Hach, her mit allen Ratgebern der Welt – wir lesen und essen uns jetzt gesund😃

  3. Alfred E. Neumann schreibt:

    Hach ja, die „Gesundheitsratgeber“ im öffentlich-rechtlichen Qualitätsfernsehen.
    Da muß ich sofort an meinen Lieblings-Quacksalber aus dem schönen Österreich denken, namentlich „Professor“ Hademar Bankhofer.
    Dieser „Professor“ mit seinem Unfug sorgte unzählige Male dafür, daß mein Blutdruck in ungesunde Höhen stieg, als er mit schmierigem Grinsen pseudowissenschaftlichen Blödsinn, getarnt als „Studien“ zitierte, während er gleichzeitig zig verschiedene Gemüsesorten mit einem Mixstab pürierte und die hilflosen Moderatoren zwang, diesen Müll zu probieren („…Na, Probieren´s a Mal, schmeckt guuaat…“). Es wurde zwar immer nur ganz kurz genippt, aber das Gesicht der Genötigten sprach Bände!
    Kleiner Auszug aus Wikipedia bezüglich der umfangreichen und eindrucksvollen medizinischen Qualifikation des „Professors“ Hademar Bankhofer:
    „…Er studierte von 1959 bis 1964 an der Universität Wien Rechtswissenschaften, Psychologie, Philosophie und Publizistik, ohne diese Studien abzuschließen. Er war Reporter bei verschiedenen Wochen- und Tageszeitungen sowie stellvertretender Chefredakteur einer Wiener Wochenzeitung.
    Ab 1964 befasste er sich zunächst mit parapsychologischen Phänomenen und schrieb für den Zauberkreis Verlag Horrorheftromane….“
    Ab 2008 verschwand er dann urplötzlich aus den deutschen Fernsehkanälen, was sich nachweislich positiv auf mein Blutdruckprofil auswirkte und auch zu einem spürbaren Nachlassen mühsam unterdrückter Gewaltfantasien führte.

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