Der Stressfaktor

Ständig hört man von sogenannten Fachleuten, dass Bewegung sehr wichtig sei und je intensiver und mehr, desto besser. Da würde so manches Faultier und so manche hundertjährige Schildkröte widersprechen! Sie trainieren nicht und bekommen trotzdem keinen Diabetes, kein Übergewicht und keine Herz-Kreislauf-Erkrankungen! Verschwiegen wird auch gern, dass ein Mensch mit entsprechender genetischer Prädisposition und Physis so oder so krank wird. Und welcher normale Mensch ist nach einem achtstündigen Arbeitstag noch in der Lage, Sport zu treiben? Natürlich gibt es Berufe, wo Arbeit ein Vergnügen ist wie Schauspiel, Kunst und die Existenz als It-Schmarotzer des öffentlichen Schundfunks und der Polit-Mafia. Aber der gewöhnliche Arbeiter und Angestellte? Um fünf Uhr aufstehen, um die Körperpflege zu schaffen, ein viel zu verfrühtes „Frühstück“ einzunehmen, ohne dann noch die Zeit für die Toilette zu haben und mit dieser Vorankündigung von Darmkrebs in die Arbeit zu hetzen- mit dem Auto im Superstau und mit den Öfis mehrere Stunden unterwegs, mit besonders gesundheitsförderndem Stehen? Mit der Wurst im Hintern die Arbeit anzufangen, denn man wird für das Arbeiten bezahlt und nicht dafür, schon am Anfang der Arbeit zu pausieren? Und nach der achtstündigen Hetze inklusive gehetzter Mittagspause, in der man sich aussuchen kann, ob man aufs Klo geht und mit einem Laxativum endlich seinen Darm zur Entleerung zwingt oder etwas isst, um sein Inneres in diesem Dauerstress noch mehr zu zerstören, hat man, ausgelutscht wie man ist, nicht einmal mehr die Kraft, sich ein Essen zuzubereiten- man ist ja schon wieder mehrere Stunden unterwegs gewesen, um von der Arbeit nach Hause zu kommen. Und wer kauft eigentlich wann ein? Bezahlt Rechnungen? Tätigt Überweisungen? Erledigt die Hausbuchhaltung? Am nächsten Tag fängt derselbe Mist von Vorne an- immer und immer wieder. Der Mensch wird gezwungen, ständig im Stress zu leben und zu arbeiten. Ja, auch Krebs scheint als Hauptursache diesen Zwang zu haben, ständig etwas arbeiten und schöpfen zu müssen, ständig Termine zu haben und nicht nach der inneren Uhr oder der Sonne und den Jahreszeiten zu leben, sondern sich künstlich ein Leben lang in einen Dauerstress-Zustand zu zwingen- mit der Drohung: Wenn du das nicht tust, hast du keinen Anspruch auf etwas! Im Grunde leben wir immer noch im Feudalismus, denn die Reichen haben alles und die anderen müssen für alles arbeiten und ihr Leben und ihre Gesundheit gehören dem Staat und den Wirtschafts-Feudalisten! Als Belohnung für ein arbeitsreiches Leben, in dem man von Anfang an das Sozialsystem und unzählige Mitesser wie das öffentliche Fernsehen, Politiker, Beamte, Einwanderer und Arbeitslose auf Lebenszeit finanziert hat, winkt öfters Krebs oder eine degenerative Erkrankung und man wird für seine Mühen mit Rechnungen für teure Therapien belohnt. Aber was will man machen? Vielleicht dagegen protestieren? Wer beißt denn schon ernsthaft die Hand, die einen füttert? Nur blöde Hunde!

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Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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