Der Überwachungsstaat: Polizei vs Crimestopper

Wenn man in Österreich Polizisten sieht, ist man nicht beunruhigt. Man fühlt sich sehr sicher und betrachtet die Polizei tatsächlich als Freund und Helfer. In Deutschland hat die Polizei bereits den amerikanischen Volksparanoia-Touch und rekrutiert in einem Land mit gewollt unübersichtlicher Population und Migration immer mehr Polizisten aus gewissen Schichten mit gewissem Hintergrund. Diese Beamten haben Vorurteile, die dazu führen, dass der Sicherheitsapparat zunehmend von einer Dauerparanoia durchsetzt wird und die Polizei nicht mehr damit beschäftigt ist, Polizeiarbeit zu machen, sondern Hetzjagd auf alle Menschen zu machen, die auf die eine oder andere Weise eigenartig erscheinen, um „Punkte“ bei der Bewährung zu sammeln. Was in einer offenen Gesellschaft, die dank des Liberalismus beliebig ist und keinerlei moralische  Prinzipien mehr vertritt, die sie als eine sogenannte gute Gesellschaft auszeichnen, passiert, wenn der Liberalismus Amok läuft, kann man in Großbritannien erleben. Nach den Anschlägen in London im Jahr 2005 wurde der Polizeiapparat vollends amerikanisiert und Gestapo-artige Zustände ließen besonders Besucher des Landes als Menschen fühlen, die unter einer Dauerbeobachtung stehen und nur aufgrund des Aufhaltens an gewissen Orten oder ihrer Gesichtsmerkmale ständig vom Sicherheitsbeamten schikaniert werden. Sogenannte „Crimestopper“, unqualifizierte Hilfssheriffs mit unterdurchschnittlichem IQ und abwesender Sozialisierung, tauchten an jeder Ecke Londons auf und bespannten Leute. Um „Punkte“ zu sammeln, griffen sie sich beliebig irgendwelche Leute heraus und unterzogen sie einer peinlichen Befragung- möglichst ohne Zeugen, auf die gute alte Guantanamo-Art. Ja, wer das nicht erlebt hat, hat keine Ahnung wie es ist. Allein wenn man sich oft bzw. ständig an bestimmten Orten aufhielt, weil man dort zu tun hatte, Freunde traf oder ganz einfach seine Zeit irgendwo verbrachte, wurde man herausgegriffen und „befragt“. Ausweiskontrolle (wehe, man hatte keinen mit!), die Notierung persönlicher Angaben und die dazugedichteten Geschichten des „Crimestoppers“ machten einem die schöne Stadt London zu etwas, das man nicht unbedingt wieder besuchen wollte. Ein unangenehmer Nachgeschmack des Großen Britannien, das wirklich nicht mehr für Freiheit und Offenheit stand, sondern für ein böses Erwachen nach einer jahrhundertelangen Toleranz von allerhand freiheitsfeindlichem Gedankengut inklusive Religionen. Auch in Deutschland werden bereits sogenannte Hilfspolizisten rekrutiert, die man nur als sogenannte Polizisten bezeichnen kann. Ein Zustand, der stark an die Bildung der SS erinnert, welche ja auch nur das angebliche Sicherheitsbedürfnis des „Volkes“ reflektierte. Über Toleranz zu schwafeln und staatsfeindliches, frauenfeindliches, menschenfeindliches Gedankengut in einer sogenannten offenen Gesellschaft zu vergraben ist der erste Schritt zu dem Zustand, den alle doch so sehr fürchten. Missstände totzuschweigen und Menschen, die Missstände thematisieren, zu verteufeln und sie gar durch den ach so demokratischen Sicherheitsapparat zu „beseitigen“, indem man sie zu Verbrechern macht und ihnen die soziale und wirtschaftliche Existenz mit juristischem Segen raubt, und ständig etwas von der rechten Gefahr aus der Mitte der Gesellschaft zu schwafeln ohne die Religioten und den Schutz von Wahnvorstellungen zu hinterfragen, wird auf lange Sicht nicht funktionieren.

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Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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