Die Kesselflicker: Unsere Zähne in Gottes Hand

Alle reden über die Plaudertaschen, die als nächstes einen hochdotierten politischen Posten besetzen. Ich hingegen mache mir ganz andere Sorgen: Nämlich um meine Zahntaschen. Man merkt erst, dass man nicht für immer jung bleibt, wenn einem der erste von den letzten echten Zähnen droht, für immer und ewig herauszufallen. Natürlich nicht, ohne vorher von einem MedUni-Amateur, der sich Zahnarzt schimpft, über Jahre „behandelt“ worden zu sein. Vielleicht bin ich ja ein ganz außergewöhnlicher Sonderfall, aber noch nie hat bei mir ein Zahnarzt irgendwas repariert oder verbessert- immer nur einen Pfusch zusammengedreht, der dann zum nächsten Zahn übergriff und dann immer so weiter mit dem Pfusch, um mir dann zu orakeln, ich müsse lernen, die Zähne zu pflegen, als wäre ich ein Schimpanse, der das nicht schon im Kindergartenalter gelernt hat. Besonders schön ist es, wenn einem dank der Zahnpfuscher die Zähne schon früh herauszufallen beginnen und einen dann auf einmal- welch ein Zufall!- lauter Werbung mit einer Zahnzusatzversicherung anspringt. Wozu sind diese Halsabschneider eigentlich in der gesetzlichen Krankenversicherung angestellt, wenn sie nur Pharmazeug vermarkten und man für einfach alles- ob Zahnspange, Kieferbehandlung oder gar eine Füllung, bezahlen muss? Und anstatt dass die Krankenversicherung einmal in Modernisierung investiert, lässt sie Leute, die sich ein Implantat oder gar mehrere wünschen, so wie es in diesem Jahrtausend Usus sein sollte, zehntausende Euro Schulden aufnehmen, denn wir sind was die Leistungen angeht immer noch in den Fünfzigern, da die Zahnärzte offensichtlich viel zu wenig Gewinn mit uns machen! Und sogar das Alte-Knacker-Gebiss, mit dem sie dir zeigen, dass du eine Witzfigur bist, die sich kein Implantat leisten kann, wird nur zum Teil übernommen! Ziel dieser Misshandlung von Zahnpatienten- und das sind wir alle- ist wohl eine psychologische Taktik, um dem Menschen ab einem gewissen Alter oder in einer bestimmten sozialen Position jedes Selbstbewusstsein zu nehmen, so dass man sich wie eine Schmeißfliege fühlt und dafür auch noch zahlen muss, denn umsonst ist ja keine Zahn“behandlung“ und die Versicherungsmafia muss ja auch von was leben, gar nicht zu reden von der Pharmaindustrie und der Chemiebranche! Staatliche Zahnkliniken mit modernster Technik braucht kein Mensch- lieber schicken wir hunderte, tausende Milliarden nach Griechenland und geben unser ganzes Staatsvermögen für Panzer und Drohnen für Stellvertreterkriege aus! Und wer so ein herausnehmbares Gesindel-Beißerchen hat, dem fehlt es irgendwann an Mut für jede Äußerung und politischen Unmut, denn wenn wir den Mund aufmachen, werden wir nur von irgendwelchen Youtubern gefilmt, die uns dann online als die Witzfigur darstellen, die wir dank der staatlich verordneten Servicewüste und der Zahnpfuschmafia sind!

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Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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