Die Weihnachtsmarkt-Zombies

Weihnachtsmarkt-Zeit ist eine Zeit, in der sich normale Menschen von allen Pflichten beurlauben sollten, um nicht an einem Weihnachtsmarkt-Geschwür zu erkranken. Die wunderschöne Stadt meines Vertrauens wird von noch mehr Touristen-Zombies als üblich belagert, die die Haupt- und Nebenstraßen unpassierbar machen- mit ihren Kinderwägen oder in Fünfer-Weiberkolonnen, an denen man nicht einmal vorbeikommt, wenn man an den Hausmauern entlangschleicht, weil dort die Schaufenster-Glotz-Zombies stehen und auf das ausgestellte China-Gedöns gaffen, das sie sich noch kaufen müssen, um unseren Planeten weiter zu zerstören! In unpassierbaren Trauben schleichen sich die Innenstadt-Zombies in Zeitlupe vorwärts und bleiben ständig abrupt stehen, um wieder auf etwas zu gaffen- die Fast Food-Restaurants, Crepe-Geschäfte, Fischbuden und allerlei anderen Fraß, als wären sie gerade der Dritten Welt entflohen und hätten ein berechtigtes Interesse daran, einen tatsächlichen Hunger zu stillen und nicht nur etwas hineinzustopfen, um daraus Kot zu produzieren! Vielleicht wissen die verfluchten Weihnachtsmarkt-Zombies selber nicht, wo sie hingehen, sonst würden sie nicht ständig die Straße blockieren, so dass man an ihnen nicht vorbeikommt! Wenn man endlich die eine Fünfer-Kolonne mühsam links oder rechts überholt hat, bleibt auf einmal die nächste Kolonne in einem Haufen stehen und fängt an, mitten auf der Straße zu reden, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, jemanden vorbeizulassen! Ich habe mir in Jahren Kampfeserfahrung mit diesen geistigen Konsum-Unterschichten, deren Hirn nur aus ein paar primitiven Belohnungszentren besteht, dazugelernt und weil niemand von diesen Kolonnen-Weibern einem kultivierten Menschen Platz macht, damit man sie passieren kann, habe ich eine Tasche voll von Büchern, die so schwer wie Steine sind und wenn eines der Millionen Pärchen, Kolonnen-Weiber und Kinderwagen-Schieber wieder auf mich zugeht und erwartet, dass ich ihnen aus dem Weg gehe, werden sie professionell von meiner Akademiker-Tasche gerammt, denn Höflichkeit ist das, was man sich in dieser Welt von acht Milliarden Konsum-Unterschichtlern, die sich ihre Bildung aus dem Smartphone ziehen, dringend abgewöhnen muss! Wenn diese verfluchten Kolonnen- Pärchen- und Kinderwagen-Zombies mir dreist und ohne jede Rücksicht den Weg blockieren und erwarten, dass ich mich in Luft auflöse, werden sie auch heute wieder meine Tasche voller kiloschwerer Bücher zu spüren bekommen, denn dass ich einmal durch diese Weihnachts-Shopping-Kakerlaken-Invasion durchkomme, ist eher nicht zu erwarten!

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Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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