Die Freuden des lebenslangen Arbeitens

Wie ein Hamster in einem Rad beginnt der folgsame Arbeiter zu laufen, ohne zu wissen, wohin. Ständig wird ihm eingebläut: Wenn du auch nur eine Sekunde aufhörst, zu hackeln, wirst du vom Staat nichts kriegen! Du wirst vom Arbeitsamt bestraft, deine Leistung gekürzt und am Ende landest du auf der Straße! Niemand wird dem Arbeiter helfen, denn wer arm ist, ist auch von Armut umgeben und geschenkt wird nur den Reichen etwas- der arme muss für seine „Geschenke“ arbeiten, bis er tot umfällt oder sein Körper vor Erschöpfung den Geist aufgibt. Er wird sein Ziel, sich nach einigen Jahren etwas anzusparen und sich vielleicht ein Häuschen zu bauen, nie erreichen und wird ärmer sterben, als er geboren worden ist. Man kann sich von dem Nichts, das man „verdient“, nichts ansparen- nur Schulden machen und sich zum Sklaven einer lebenslangen Abhängigkeit von allen machen und zum Diener seiner ganz persönlichen Depression. Er weiß nicht, dass es Millionen anderen genauso geht, denn wer gibt schon gerne zu, dass er nichts hat und dass es dumm ist, zu arbeiten, weil es eh nichts als Krankheit und Verzweiflung bringt? Traurig, aber wahr: Wenn die Abfahrtsstation und die Endstation den gleichen Namen tragen: Niedriges „Einkommen“ bzw. Armut.

Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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