Bomben in Dresden vs Tag der deutschen Einfalt

Wer hat die Bomben in Dresden gelegt? War es wirklich jemand von Rechts, der darauf aus war, vor dem Tag der Deutschen Einheit die Aufmerksamkeit wieder auf den Islam zu lenken und ihn zum Opfer des „aggressiven“ „Deutschtums“ zu machen, nur, damit der „Tag der Deutschen Einheit“ baldmöglichst in den „Tag der Integration“ umgewandelt wird, an dem man die Integration in die Überhand nehmende islamisch-orientalische Kultur feiert? Der irritierte Zuschauer dieses Theaters genannt „Tag der Deutschen Einheit“ ist seit Jahren auf der Suche nach dem Repräsentativen im einheitlichen Deutschtum, das die Menschen vergangener Jahrhunderte zu brachialen Kriegshandlungen bewegte, wenn sie unzählige Menschenleben für volksbildende Kriegsspiele gaben und nahmen. Man hat das Gefühl, als würde dieser Tag der Deutschen Einheit für ganz andere Symbolbilder herhalten müssen- als würde die angebliche Verschmelzung von Ost- und Westdeutschland von Medien und Politik dafür verwendet werden, eine deutsche Einheit zu suggerieren, in der man dem Zusammenwachsen mit anderen Kulturen huldigt, die gewaltaffin, illiberal, demokratiefeindlich, staats- und gesetzesverneinend sind. Der seit Jahrzehnten andauernde symbolische Kniefall vor dem Islam und seinen „Followern“ verheißt eine Zukunft, in der die „Deutsche Einheit“ eher zu einer Einheit in Deutschland stilisiert wird, in der ein Gefühl für eigene Traditionen eher unerwünscht ist und nur auf tourismusfördernden Oktoberfesten toleriert wird. Man schüttelt nicht mehr den Kopf über Aussagen wie „Der Islam gehört zu Deutschland“, sondern nickt im Angesicht von Anschlägen auf Moscheen zustimmend, als würde das eine das andere bedingungslos bestätigen. Es ist vielleicht auch keine gute Wahl, das „wehrhafte“ Sachsen zum diesjährigen Austragungsort für die Feierlichkeiten zum „Tag der Deutschen Einheit“ zu wählen- immerhin ist die Frustration über die nicht mehr zählbaren Unterkünfte der Flüchtlingsindustrie in dem von Perspektivlosigkeit gebeutelten Ländle, das nach der Wende komplett von ein paar reichen Westdeutschen aufgekauft wurde und nun der Rest für die Flüchtlingsindustrie-Barone auf Staatskosten verscherbelt wird, groß. Ob sich da jemand von denen in den Plattenbauten wirklich freut über das Deutschland und die Einheit, ist fraglich. Eher fühlen sich viele Sachsen verhöhnt, verraten und verkauft an steinreiche westdeutsche und internationale „Investoren“ und lassen ihren Frust darüber halt auch einmal hinaus in der Hoffnung, zu provozieren und nicht wissend, dass auch solche Verzweiflungstaten ihnen nicht mehr helfen werden. In den schönen Privatinternaten Sachsens sitzen derweil die Bangerten der Besser-Wessis und einer Handvoll ostdeutscher Profiteure, die in einer mafiosen Verbindung mit dem damaligen Staat ganz Ostdeutschland, seine Zukunft und seine Betriebe für eine Handvoll Maroni verschenkt haben. Wie es auf den Versager-Schulen der Plattenbau-Bewohner ist, wissen diese verwöhnten neuen Repräsentanten Sachsens nicht und unzählige „Politologen“ und Rechtsextremismus-Experten suchen nach tiefgründigen Ursprüngen der „Wehrhaftigkeit“ und Fremdenfeindlichkeit Sachsens, ohne die wahren Probleme jemals zu thematisieren, sondern eher von ihnen abzulenken, denn die Sachsen-Barone wollen ja nicht, dass die Bomben einmal in ihre Villen oder Luxusinternate geworfen werden. Seien wir einmal ehrlich- gibt es da in Anbetracht der weltpolitischen und innenpolitischen Lage noch etwas zu feiern am „Tag der Deutschen Einheit“? Vielleicht das zehnjährige Bestehen der Deutschen Islamkonferenz?

Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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