Sie lassen dich fühlen- du bist ein Araber

Jugendliche aus Marseille haben sich neuerlich im Fernsehen darüber beschwert, dass die Franzosen die Einwandererkinder aus Nordafrika, die bereits in Frankreich geboren wurden, als Araber und damit Menschen zweiter Klasse fühlen lassen. Das heißt im Endeffekt, dass diese Araber ihre Abstammung als zweitklassig sehen. Aber dieser Wortwitz ist zu intellektuell, deshalb begeben wir uns auf das übliche Niveau. Ich frage mich, ob das die Kinder derselben Einwanderer sind, welche nicht in zweiter, sondern in dritter und vierter Generation in Frankreich sitzen und in der Mehrheit im französischen liberalen Staat das sehen, was es zu vernichten gilt? Sind es nicht dieselben Araber, die mit ihren alltäglichen Forderungen nach religiöser Unterweisung in Schulen und der alltäglichen Demonstration ihrer unterdrückenden Ideologie mit Symbolen wie Kopftuch und abschottenden „Kultur“vereinen (Drogenvertickstationen) die wichtigsten Merkmale des französischen Staates, auf welche die Franzosen mittlerweile zu Unrecht (weil sie nicht mehr existieren) stolz sind, nämlich Freiheit, Gleichheit und Laizismus, zu unterwandern suchen? Die Franzosen sollen also schuld daran sein, dass ihr Staat mit seiner Duldung einer totalitaristischen religiösen Ideologie und mit der Unterwanderung seiner Prinzipien den Arabern den größtmöglichen Freiraum gelassen hat? Was wollen die Araber denn jetzt? Erstmal mit einer rückständigen Ideologie die liberalen Prinzipien des französischen Staates und Lebens außer Kraft setzen und dann den französischen Staat und die liberal gesinnten französichen Bürger dafür beschuldigen, dass euer Leben scheiße ist und man mit euch nichts zu tun haben will? Sich beklagen, dass die Franzosen sich nicht nach weiteren Kebap-Hütten, Allah-Rufen und vermummten Frauen sehnen, sondern nach dem verlorenen Flair ihrer Städte? Heute werde ich auf den Straßen der französischen Städtchen mit einer Armee von Tschadors und Kopftüchern begrüßt, unter denen meist unattraktive Frauen sich in Scharen mit arabisch sprechenden Kindern zusammenrotten. Mehr Marokko als Frankreich. Gut, lassen wir den Arabern ihre Freiheiten, aber die freien Bürger Europas sollen sich nicht von arabischen Jugendlichen vorwerfen lassen, sie hätten ihnen die Freiheit gegeben, das zu sein, was immer sie wollen. Sie haben sich, anstatt neu zu erfinden, in eine retrovertierte Kultur religiösen ideologischen Wahns hineingesteigert und sich von den Franzosen abgeschottet. Nicht die Franzosen haben sich abgeschottet. Sie sind nur in die immer kleineren Lebensräume zurückgewichen, in denen sie noch Franzosen sein durften- in denen ihre Kinder die Sprache der Eltern ohne diesen arabischen Bei-Akzent sprechen lernten und in Stadtbezirke, die noch französich anmuteten. Jetzt leben sie eh hinter hohen Gittern abgeschottet und verbieten ihren Töchtern, abends auszugehen- denn die Vergewaltigungen durch Araber sind keine böse ausländerfeindliche Hetze, sondern die traurige Realität Frankreichs. Wenn sie dich also fühlen lassen, dass du ein Araber bist, dann hast du etwas falsch gemacht und es liegt an dir, das zu ändern. Wenn deine Eltern zu rückständig dafür sind, verlass sie und lass dich ein auf den französischen Traum der Freiheiten. Vielleicht wirst du dann auch einer Frau gefallen, ohne ihr Gewalt antun zu müssen.

Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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