Religion ist friedensstiftend-Marihuana auch

Heute kam mir ein Bericht aus Palästina zu Ohren (wird ja nur mehr Pro Forma als Israel bezeichnet), in dem friedliebende Palästinenser gezeigt wurden (zehn von zehn Millionen), welche den Wunsch hätten, in Frieden mit den Israelis in einem einzigen Staat zu leben. Sie sagten, sie bräuchten diese Mauer nicht. Einige der Palästinenser (wurden wieder einmal als „alle“ dargestellt) gingen trotzig in den jüdischen Supermarkt im Westjordanland, um ihre Friedensbereitschaft zu demonstrieren, während jüdische Aktivisten am Supermarkt Karten an die einkaufenden Palästinenser verteilen, um zu demonstrieren, (sinngemäß), wie viel Frieden Religion stiften könne. Religion stiftet also Frieden. Ist ja auch historisch nachweisbar. Angefangen bei den christlichen Massenmorden im Namen Gottes, über die muslimischen Massenmorde im Namen Gottes, bis hin zu den heutigen Morden und Zwängen im Namen von Religionen. Frieden ist eben ein sehr tiefer Begriff. Stiftet in diesem Fall die smarte Droge Marihuana nicht viel mehr Frieden? Diese Droge verursacht, im Gegensatz zur Droge Religion, keine Wahnvorstellungen von einem Typen in der oberen Erdatmosphäre, irgendwelchen Engelsscharen, Vergebung für Hitler und Konsorten oder  72 Jungfrauen, die im keuschen Himmelreich sexuelle Handlungen an Selbstmördern vollziehen. Friede sei mit euch.

Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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Eine Antwort zu Religion ist friedensstiftend-Marihuana auch

  1. Stefan Wehmeier schreibt:

    Euer Wille sage: der Übermensch sei der Sinn der Erde!
    Ich beschwöre euch, meine Brüder,
    bleibt der Erde treu und glaubt denen nicht,
    welche euch von überirdischen Hoffnungen reden!
    Giftmischer sind es, ob sie es wissen oder nicht.

    Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra

    Eine Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt, hat etwas im Grunde so Einfaches wie das Geld bis heute nicht verstanden:

    Zinsumverteilung

    Diese beschämende Tatsache ist nicht allein dafür verantwortlich, dass wir heute weit hinter den technologischen Möglichkeiten zurückhängen, die Stanley Kubrick und Arthur C. Clarke in „2001: Odyssee im Weltraum“ visualisierten, sondern tatsächlich für alle Zivilisationsprobleme, die sich überhaupt thematisieren lassen. Dabei wurde sowohl der grundlegende Fehler im „Geld, wie es (noch) ist“ als auch das fehlerfreie „Geld, wie es sein soll“ schon im Jahr 1916 in dem makroökonomischen Grundlagenwerk „Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“ von dem Sozialphilosophen Silvio Gesell vollständig und widerspruchsfrei beschrieben. Doch was hilft es der Menschheit, wenn auch im 21. Jahrhundert nur eine Handvoll Menschen in der Lage und Willens ist, diese „banalsten Selbstverständlichkeiten“ (Zitat: Silvio Gesell) zu begreifen?

    Die Ursache des „nicht verstehen Wollens“ hat eine lange Tradition: die Religion; eine künstliche Programmierung des kollektiv Unbewussten, welche die halbwegs zivilisierte Menschheit überhaupt erst „wahnsinnig genug“ für die Benutzung von Geld machte, lange bevor diese seitdem grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung wissenschaftlich erforscht war. Denn kein vernünftiger (nicht religiös verblendeter) Mensch wäre dazu bereit, in einer fehlerhaften (kapitalistischen) Makroökonomie zu arbeiten, wenn er weiß, dass ein nachhaltiges Wirtschaften unmöglich und der nächste Krieg – zur umfassenden Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß hochzuhalten – unvermeidlich ist.

    Das – und nichts anderes – war (und ist noch) der eigentliche Zweck der Religion, die vom Wahnsinn mit Methode (etwa bis zum 6. vorchristlichen Jahrhundert) zum Wahnsinn ohne Methode (spätestens mit der Gründung der „heiligen katholischen Kirche“ im 4. Jahrhundert) mutierte, und die uns alle zu Untertanen (geistig Toten) machte, die ihr eigenes Programm nicht kennen. Die Bewusstwerdung der Programmierung nennt sich Auferstehung (aus der religiösen Verblendung):

    Jüngstes Gericht

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