Öffentliche Gelder: Nicht für Alleinstehende

Gestern habe ich mich nach langer Zeit wieder überwinden müssen, öffentliche Verkehrsmittel zu benützen. Ich wollte mir ein teures Taxi ersparen. Dieser Vorsatz hat sich als nicht realisierbar herausgestellt. Für ein paar Stationen Fahrt zahlte ich fast zehn Euro für eine Fahrkarte. Und da ich weder so jung bin, dass ich eine Jugendermäßigungskarte beantragen könnte, noch so alt, um eine Seniorenermäßigungskarte zu abonnieren, muss ich für alles den Vollpreis zahlen. Richtig ungerecht wird es erst bei den staatlichen Leistungen. Die Sozialversicherungstarife (Kranken- Pflegeversicherung) sind für Singles um einiges höher, die Auszahlungssätze aber niedriger. Bei staatlichen Krankenversicherungen zahlen Familien für nur eine einzige Person ein, auch wenn sie aus 20 Mitgliedern oder mehr bestehen. Als Single hat man in unseren Gesellschaften keine Chance. Die aber, die unser Sozialsystem auf das Ärgste strapazieren, die Fämilys und die Rentner, dürfen sich über hunderte Steuererleichterungen und Ermäßigungen freuen. Als Single zahlt man steuerlich und wirtschaftlich am meisten drauf. So finanziert man bis ins Rentenalter das gesamte Sozialsystem, denn die Familien und die Rentner müssen fast nichts oder gar nichts zahlen. Die Rentner haben es sich wohl verdient, weniger zu bezahlen. Aber die absolut ungerechte Bevorzugung von Familien (Osama Bin Laden hätte sich mi seiner fast 100-köpfigen Familie sehr über den lächerlichen Beitrag für die Krankenversicherung in Deutschland und Österreich gefreut) setzt bei dem völlig abwegigen Gedanken des Generationenvertrages an, dass jedes Kind per se einen Mehrwert für die Sozialversicherung einbringt, wenn es groß wird. Tatsache ist aber, dass unser Arbeitsmarkt an diesen Unterschichten-Dummbolzen, welche massenhaft versicherungsbeitragsbefreite unausgebildete arbeitsscheue Bälger produzieren, die, wenn sie groß sind, nicht arbeiten und in die Sozialversicherung einzahlen, sondern sich arbeitslos melden, weil sie nix können und nix tun wollen und weiter versicherungsbeitragsbefreite zukünftige Arbeitslose produzieren, keinen Bedarf hat. Tatsache ist, dass die potentiellen Beitragszahler aus höheren sozialen Schichten kommen müssten und mit einer Ausbildung ausgestattet sein müssten, die ihnen auf dem heutigen Arbeitsmarkt Perspektiven bietet. Die Leute aus den höheren sozialen Schichten setzen aber keine Kinder in die Welt. Und deswegen muss man sich über die Bevorzugung von Familien aufregen. Der Generationenvertrag ist ein Schneeballsystem für Sozialschnorrer und wie jedes Schneeballsystem wird es irgendwann auffliegen. Deshalb fragen sich Leute wie ich, die immer für die unnötigen zukünftigen Arbeitslosen aus den „gut situierten“ „bildungshungrigen“ Hartz-IV-Familien alles mit ihren Abgaben bezahlt haben, ob sie ihr Land nicht sofort verlassen sollten, bevor allen klar wird, was wir die letzten dreißig Jahre für eine politische Lüge gelebt haben und wie die Deppen alles gezahlt haben. Ich weiß nicht, ob nicht ein Leben als Gangster empfehlenswerter wäre, denn nur mit diesem Beruf haben die jungen Alleinstehenden von heute eine Zukunftsperspektive mit Mehrwert.

Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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