Das Versteckspiel der Verbrecher

Ob Sexualstraftäter, Gewalttäter oder Mörder- sie alle werden- ohne dass es dafür eine Rechtsgrundlage gibt, in den deutschen Medien als Peter H., Marco W., oder gar nur mit Kürzeln adressiert und nehmen sich das Recht, ihre Verbrechervisagen mit Akten, Sonnenbrillen und Kapuzen vor den Bürgern und den Medien zu verdecken. Denn sie wissen- egal wie grausam ihre Tat war oder ob sie Wiederholungstäter sind, die der klugen Polizeipsychologin sagen, wie hübsch sie ist, damit sie ihnen eine Besserung des Charakters bescheinigt- sie kommen in ein paar kurzen Jährchen oder gar auf Bewährung heraus und können da weitermachen, wo sie aufgehört haben. Und wieder frage ich mich, warum es in Deutschland keinen Opferschutz, aber einen offensichtlichen Täterschutz gibt? Was gibt es bezüglich der Personendaten und des Aussehens bei einem Vergewaltiger, Gewalttäter und/oder Mörder zu verheimlichen? Weshalb sollte man die denn schützen?

Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
Dieser Beitrag wurde unter Life: Der ganz normale Frust über alles und jeden abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Das Versteckspiel der Verbrecher

  1. bravo56 schreibt:

    Darf ich Deine Meinung als mittelalterlich bezeichnen?
    Warum willst Du wissen, wie ein Verdächtiger aussieht und mit vollem Namen heisst?
    Es geht hier um die Unschuldsvermutung. Solange jemand nicht wegen eines Deliktes verurteilt ist, gilt die Unschuldsvermutung und somit auch die Pflicht der Medien, den Verdächtigten, oder Beschuldigten nicht öffentlich kenntlich vorzuführen.
    Der Opferschutz ist in vielen Bereichen sicher noch verbesserungsbedürftug. Es hilft aber keinem Opfer, wenn man Verdächtige oder Rehabilitierte an den Pranger stellt.

  2. lindwurm schreibt:

    Die „sollte“ und muss man schützen, weil es allein der Justiz obliegt, Gerechtigkeit zu üben. Weil es sowas wie die Unschuldsvermutung gibt, ein zivilisatorischer Fortschritt gegenüber jenen Zeiten, als man Verdächtige einfach mal gelyncht hat. Weil auch Unschuldige mal verdächtigt werden können usw usf.

    • ruthwitt schreibt:

      Hallo „Lindwurm“ und auch „Bravo56“
      Natürlich verstehe ich eure Einwände betreff der Unschuldsvermutung. Mir ging es in dem Artikel nicht um „Verdächtige“ sondern um Schuldige und auch solche, gegen die echte Indizien für die Täterschaft sprechen und die auch geständig sind! Die Betonung liegt auf „und“! Bei mir hat z.B. ein Arbeiter, dem ich sehr vertraute, während einer kurzen Abwesenheit in meinen Dokumenten und Kästen gestöbert und versuchte einige Tage später mit einer gefälschten Überweisung Geld von meinem Konto abzuheben. Bei der Verhandlung am LG Klagenfurt stellte sich heraus, dass der Mann schon mehrmals einschlägig vorbestraft ist. Es entstand bis auf 200 Euro, die er als Vorschuss erhalten hatte, und dem Diebstahl eines Gegenstandes im Wert von knapp 250 Euro kein weiterer Schaden. (450 Euro sind aber auch nicht ohne!) Den Diebstahl gab ich gar nicht mehr an, da ich ihn erst nach der Anzeige gegen Anonym bemerkte (auf den Typen wäre ich nie gekommen, ich erzählte ihm noch von dem Vorfall und zeigte ihm die „Überweisung“ mit der gefälschten Unterschrift. Dabei bat er auch gleich um den „Vorschuss“! Er wurde später durch das angegebene Konto des Empfängers, seiner Frau, die nichts davon wusste, überführt!) und wegen des „Vorschusses“ meinte er ihn doch noch abzuarbeiten: Denkste. Ich verzichtete auf eine neuerliche Anzeige, da ich ihn bei einer neuen Verhandlung nicht mehr sehen wollte…
      Nun inseriert der verheiratete Mann (über zehn Vorstrafen!) und Vater von 5 Kindern weiter im Internet: Er sucht als „Lediger“ eine Frau und auf anderen Gratis-Anzeigen will er sich Geld für eine „Geschäfts-Idee“ ausborgen. Kein Wort von den Kindern, seiner Frau oder dem acht Monaten, zu denen er verurteilt wurde!
      Aber so geht es auch vielen anderen Menschen, die bereits schwer vorbestraften Betrügern (leider sind die Typen oft auch noch sehr „sympathisch“, sonst würden sie weniger bis keine Opfer finden) und Dieben aufsitzen und abgezockt werden….
      Von Sexualverbrechern, Mördern und Gewalttätern ganz zu schweigen. Vielleicht habe ich mich auf meinem Blog zu emotionell geäußert, aber ich meinte natürlich verurteilte Verbrecher sollten an den Pranger gestellt werden und nicht neue Wege (nach der Entlassung) der kriminellen Geldbeschaffung oder gar zu unfreiwilligen Sexualpartnern eröffnet werden. Stellt euch vor wie mir zumute war, dass wer Fremder in meinen privaten Ordnern und Notizen wühlte…
      lG
      RuthWitt

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s