Zensus 2011: Ein Millionen-Betrug

Die im Sommer 2011 stattgefundene anachronistische Pseudo-Volkszählung in der BRD hat fast eine Milliarde Euro gekostet und hieß Zensus 2011. Die Ängste unserer Bürger über das aufgezwungene staatliche Ausspionieren haben jedoch keinerlei Begründung. Der Zensus 2011 war eine der größten Geldwaschaktionen und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen des deutschen Staates in der Nachkriegsgeschichte. Damit konnten drei Fliegen mit einer Klatsche erledigt werden: Erstens verschwanden zigtausende Arbeitslose aus den deutschen Statistiken, weil sie kurzfristig im Zensus 2011 beschäftigt wurden. Diese Statistiken haben für die Staatsfinanzen weitreichende Folgen, siehe Finanzausgleich. Zweitens hat der deutsche Staat einfach Mal fast eine Milliarde Euro vom Steuerzahler zum lustigen Verschleudern abgezapft, weil er das Geld als notwendig für den Zensus 2011 deklariert hat, während die wahren Kosten und Hintergründe nicht dargelegt werden müssen. Drittens und m.E. nach am Schwerwiegendsten: Der Zensus 2011 lenkte die Bürger von der Tatsache ab, dass es heutzutage aufgrund der technologischen Ausrüstung unserer Behörden überhaupt nicht mehr notwendig ist, irgendwelche Leute persönlich zu befragen, die zudem nicht unbedingt die Wahrheit antworten. Im Gegensatz dazu ist der Daten-Fingerabdruck in den großen Computer-Speicherorten dieser Welt besser als ein Tagebuch und ein Lügendetektor. Im Netz steht alles über jeden drin. Mit der Möglichkeit, diese Informationen systematisch zu ordnen. Regt euch also ab mit euren Protesten, ihr grünen und liberalen Fuzzis von Nixverstehn. Was ihr besitzt, wo und wie viel, und was ihr versteckt, weiß der Staat eh. Dazu braucht er keine veralteten Volkszählungen a la Kaiserreich.

Siehe auch: Zensus 2011-alles geht in den Arsch

Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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Eine Antwort zu Zensus 2011: Ein Millionen-Betrug

  1. Dominik schreibt:

    Toll, dass hier regelmaessig soviel Zeit vor dem Computer verbracht wird.

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