Die Erfindung des Politischen

Jeden Tag hantieren wir mit Begriffen und Definitionen, von denen wir glauben, sie seien korrekt und/oder wahr. Wie die Beschreibung des Demokratischen Friedens. Dass Demokratien keine Kriege gegeneinander führen würden. Warum sagen wir nicht, dass Monarchien keine Kriege gegeneinander führen? Ist heutzutage eine Tatsache- im Gegenteil zu früher. Oder, dass offen kapitalistische Staaten keine Kriege gegeneinander führen? Ist doch auch wahr. Oder die Behauptung, wir in der EU wären Demokratien. Die Freiheit und Unabhängigkeit des Bürgers sei uns das höchste Gut. Die Bürger entscheiden selbst über den Fortgang der Politik ihrer Staaten. Der Staaten, die hunderte von Milliarden „Beihilfen“ an Griechenland geschickt haben, ohne uns zu fragen. Der Staaten, die uns nicht fragen, ob wir Religionen samt ihren Vertretern als ein juristisches Subjekt in unseren Staaten wissen wollen. Der Staaten, die einfach so mit Nichtdemokratien zusammenarbeiten, ihnen für Millliarden von Euro Gegenleistung Hochleistungswaffen schicken. Wir erfinden unsere politischen Begriffe. Demokratie war früher etwas Greifbares. Und viel weniger verklärt als heute. Jetzt haben wir nur eine Vokabel. Und die sich immer wieder erneuernde Erfindung von politischen Definitionen.

Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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