Das Israel-Problem: Die ganze Wahrheit

Alle reden darüber, aber keiner weist die Weisheit eines Propheten auf, welche dabei helfen würde, Licht in den Schwachsinn zu bringen- das Israel-Problem. Der Gaza-Streifen, die Westbank, Jerusalem. Vom Holocaust haben wir alle schon einmal etwas gehört. Und dass die Gründung Israels eine Art Wiedergutmachung dafür war. Klingt komisch, ist aber so. Nun ist es aber sehr offensichtlich, dass Palästina schon ewig kein jüdischer Staat mehr gewesen ist und der Tempel Salomons ist nun einmal nicht auffindbar. Kritischer für die historische Situation ist jedoch der Umstand, dass 1948 ein Gebiet unter britischem Mandat, welches vorwiegend von Arabern verschiedener Herkunft bevölkert wurde, einfach so einer Minderheit geschenkt wurde, die über das palästinensische Gebiet vor Hunderten von Jahren einmal die Herrschaft hatte. Das wäre so, als würden die USA halb Großbritannien den Franzosen schenken, weil Letztere dort vor einigen hundert Jahren einige Jahrhunderte lang geherrscht hatten. Es ist klar, dass man sich da an den Kopf greift. Niemand leugnet ernsthaft den Holocaust. Nur haben sich die Alliierten und auch Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Massenmord an den Juden schön aus der Affäre herausgezogen, indem sie Palästina zum jüdischen Staat Israel deklarieren ließen. Niemand hat sich bis dato gefragt, warum eigentlich Israel zum jüdischen Staat erklärt wurde- ein Staat mit einer vorwiegend arabischen Bevölkerung? Warum haben die USA nicht einfach New Jersey und/oder New York den Holocaust-Opfern geschenkt und ihnen dort einen jüdischen Staat gegönnt? Oder noch besser- warum haben die USA den Juden nicht Deutschland geschenkt, welches immerhin der reuelose Agressor war und wo die Juden sich sicher mehr daheim fühlten als in einem arabischen Land am Mittelmeer, in dem sie ihre eigene Nationalsprache erst umständlich erlernen mussten? Israel ist eine politische Alibi-Lösung der Aliierten und daher wird das Existenzrecht Israels von diesen bis heute nicht angezweifelt- sie wollen den Juden nämlich selber nichts schenken! Eine schamlose Farce, diese Israel-Debatte. Es wäre alles so einfach, wenn ganz Deutschland ein jüdischer Staat werden würde. Und Polen- das judeophobe Verdrängerland, genauso wie die Ukraine und Russland, sind die Zentren der europäischen Juden gewesen- warum hat die Sowjetunion, die angeblich nichts gegen Juden gehabt haben sollte, ihnen nicht einfach ein paar Staaten geschenkt? Vor allem aber die Aliierten und die Westeuropäer haben die Gründung Israels gefördert, weil sie dieses jüdische „Problem“ fern von sich wissen wollten. Also ich finde, Israel kann einfach überall sein, oder?

Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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Eine Antwort zu Das Israel-Problem: Die ganze Wahrheit

  1. Sarrazinist schreibt:

    Au weia,
    ein bißchen mehr Geschichtskenntnisse würden der Autorin vielleicht helfen.
    – Das heutige Israel war bis um 1890 nur sehr weitläufig bewohnt
    – Die Juden haben dieses Land ab ca. 1890 den dort lebenden Arabern abgekauft und urbar gemacht (Stichwort Theodor Herzl)
    – Als das Land wieder fruchtbar war, haben die Araber wieder ihre gierigen Finger danach ausgestreckt
    – Da waren wegen des Nachzugs aber schon zu viele Juden dort
    – Zu Beginn des Holocaust sind dann weitere Juden dorthin geflohen, die waren dann halt da
    – Nach WKII hat die UNO beschlossen, das Land den Juden zu geben, da sie es nunmal gekauft hatten und die Araber zum Verkaufszeitpunkt kein Interesse daran hatten. Außerdem waren schon viele da und die anderen mußten auch irgendwo hin.

    Die Pali-Flüchtlingsproblematik wurde übrigens seit diesen Zeitpunkt von den Nachbarn immer nur vorgeschoben, sonst hätten sie für die keine Flüchtlingslager eingerichtet. Als „arabische Brüder“ hätten sie in Syrien, Libanon usw. eigentlich Fuß fassen können, aber dann wäre der Casus Belli weggefallen…

    Übrigens: wo immer der Islam in großer Zahl hingekommen ist, hat er auf Dauer die Gesellschaft um hunderte von Jahren zurückgeworfen und nur von der Vorleistung der Bewohner gelebt. Sobald er etabliert war, herrschte Rüchständigkeit, Armut und Barbarei (Scharia halt). Ohne westliche Hilfe und den zufälligen Ölreichtum wäre der Nahe Osten mit Ausnahme Israels eine stinkende Kloake, die Bewohner könnten sich kaum selbst ernähren, es gäbe keine Bildung und andauernde Blutrache-Auseinandersetzungen. Ausnahmen wären vielleicht Tunesien und Ägypten, die bis zum arabischen Frühling noch nicht voll islamisiert waren.
    Glaubt man Tangsir2569, wird der Iran auf Grund der im Prinzip hohen Bildung der Bewohner zur Zeit wieder entislamisiert, die Menschen dort haben die Schnauze von den Mullahs gestrichen voll.

    P.S.: Ich kann deine Wut verstehen. Tip: gib deine Blogdadresse nicht an Freunde weiter, sonst könnten das Freunde gewesen sein. Ist mir passiert, nachdem ich u.a. auf PI verlinkt und kritisch über Grüne und EU/ro geschrieben habe und in einem Artikel meine Wut über „linke Logik“ rausgelassen habe.

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