Anschläge in Norwegen: Die Volksparteien fressen ihre eigenen Kinder

Die Anschläge in Oslo und im nahegelegenen Ferienlager sind unentschuldbar. Doch trotz der Todesopfer haben sie eines nicht geschafft- die Bürger Europas wachzurütteln. Es sind nicht nur die Sozialisten, die die gegenwärtige Situation rund um das Thema Islamisierung Europas verursacht haben. Es sind Volksparteien im Allgemeinen. Volksparteien und Regierungen sind Kompromissgebilde. Sie gewinnen Wahlen und müssen mit einem begrenzten Budget Wahlverprechen einhalten. Das geht am Einfachsten, indem man Leistungen kürzt und dadurch Steuern senkt. Und indem man die Wirtschaft ankurbelt. Es geht nicht, indem man sich in scheinbar aussichtslose Sozialprojekte hineinvertieft- die bemerkt ja keiner und die kosten nur viel Geld. Vergessen wir nicht, dass es vor allem die konservativen Zentrumsparteien waren, die Arbeitskräfte nach Deutschland und in andere Staaten in Europa vor dreißig bzw. vierzig Jahren einluden. Und vergessen wir nicht, dass diese Politiker-Vollpfosten so gar keinen Plan hatten, was die Integration dieser Menschen angeht. Als der Einwanderer dann durch Familiennachzug zu viele wurden, waren die Volksparteien- ob sozialistisch oder konservativ-, gezwungen, die Freiheit der Ausübung von Kultur und Religion zu betonen und festzumachen, ohne sich in die Tatsache hineinzuvertiefen, dass viele Kulturen und Religionen die Ideale der Freiheiten, die unsere europäischen Bürger seit der französichen Revolution mit Blut, Qualen und Tod hart erkämpft haben, in Frage stellen oder schlichtweg ignorieren und zunichte machen. Und nun sitzen wir da, im Juli 2011. Die Staaten Europas wie auch andere Staaten weltweit sind hochverschuldet. Zahlungsunfähig. Es gibt nichts mehr zu verteilen und zu verschenken. Deshalb geht es auch in der Politik nicht mehr um Verteilung, sondern um Randgruppen. Ausländer und Sozialfälle. Sozialistisch geartete Parteien nehmen Letztere in Schutz, ohne sie zu integrieren und machen dadurch das Problem erst explosiv, während sich die Konservativen ihrer entledigen oder ihre Vermehrung zumindest stoppen wollen, ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass, nachdem sie das Tor zu den europäischen Wohlstandsstaaten nach dem Zweiten Weltkrieg geöffnet haben, sie es nicht so einfach wieder schließen können, ohne einen Bürgerkrieg zu riskieren. Wer nach den Anschlägen in Norwegen noch nicht begriffen hat, dass Europa kurz vor einem dritten Weltkrieg steht, der gar kein Atomkrieg sein wird, sondern ein globaler Bürgerkrieg jeder gegen jeden, der ist verantwortungslos und gefährlich kurzsichtig. Leider ist es dem Bombenleger und Todesschützen nicht gelungen, die Aufmerksamkeit der Schmalspur-Demokraten auf das bevorstehende große Unheil zu lenken. Es steht Schlimmes und Schlimmeres zu befürchten.

Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
Dieser Beitrag wurde unter Bildung, Einwanderung, Life: Der ganz normale Frust über alles und jeden, Religion abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Anschläge in Norwegen: Die Volksparteien fressen ihre eigenen Kinder

  1. ego schreibt:

    Wie kann so etwas nur passieren. Breivik war in der Nacht zum Sonntag verhört worden. Stundenlang habe man ihm „das unglaubliche Ausmaß des Schadens und die Zahl der Toten erklärt“, sagte Lippestad. Die Reaktion des vielfachen Mörders war nach Angaben des Anwalts enorm kaltblütig. Er habe die Tötungen „als grausam, aber notwendig erachtet“, sagte Lippestad. Angeblich hat er diese Greultaten jahrelange vorbereitet. Ich frage mich, wozu haben wir unseren Überwachungsstaat? Der hat doch in Norwegen total versagt.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s