Kein Alkohol im öffentlichen Raum!

Unsere Wiesen, Parks und Plätze, sind versaut. Jede Nacht, besonders im Sommer, saufen sich Jugendliche ins Koma, müllen alles zu, kotzen und pissen alles voll. Das darf die Gemeinde dann wegmachen. Genauso verhält es sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, die zu besonderen Zeiten wie Fußballspielen für normale Menschen gar nicht mehr betretbar sind. Ich habe dazu folgenden Vorschlag zu machen: Der Zutritt zum öffentlichen Raum wie auch öffentlichen Verkehrsmitteln soll darauf überprüft werden, ob Alkohol darin konsumiert wird und die verfluchten jugendlichen Komasäufer, die uns neben der Reinigung hunderttausende Euro Krankenhausgebühren kosten, sollen gefälligst auf den Vorgarten ihrer lieben Eltern verbannt werden, wo sie ihren rechten Spaß haben können. Mein Heidelberg, meine Neckarwiese, die einst allen gehört hat, ist in den letzten Jahren zu einem Ort ausschließlich für retardierte Komasäufer, Wiesenficker und Krawallmacher geworden. Genauso verhält es sich mit der Altstadt. Ich traue mich nach zehn Uhr alleine nicht mehr heraus. Das Problem ist, dass die lieben Eltern oder Aufsichtspersonen dieser minderjährigen Asis sie lieber woanders wissen, damit sie woanders den Ärger machen. Dieses auch in anderen Ländern wohlbekannte Alkoholiker- und Asozialen-Outsourcing soll gefälligst ein Ende haben. Da behauptet ein badischer Politiker, man solle die Vergehen ersteinmal beweisen und Ordnungshüter bei den täglichen Sauforgien einsetzen. Ich finde, das ist teuer bezahlte Förderung der Entartung von öffentlichem Raum. Und diese Ansicht fördert das Verhalten der Eltern und Aufsichtspersonen, dass diese Asis auch weiterhin ihre Orgien nicht bei den Eltern, sondern halt irgendwo anders, wo sie anderen Leuten das Leben vermiesen, zelebrieren können. Ich habe als Jugendliche auch gesoffen- wer nicht? Und auch bei mir fand das Sauf-Outsourcing statt. Bei Mutti und Vati durfte es nicht sein, aber was außerhalb der vier Wände stattfand, wussten sie nicht. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die Eltern dieser Millionen jugendlichen Säufer auch solche Alkoholiker sind wie ihre Kinder- das würde mich mißmutig stimmen, ob der Pilot, Zugführer oder Steuerbeamte bei seiner Arbeit ganz wach ist. Da läuft also etwas komplett schief in der Kommunikation zwischen Kindern und Eltern und der Staat, in meinem Fall das Bundesland, ist für dieses Kommunikationsloch verantwortlich, weil er das asoziale Verhalten der Jugendlichen im öffentlichen Raum durchgehen lässt. Ich bin nicht für einen Nazi-Überwacherstaat. Aber wir haben uns für einen Staat entschieden, weil wir eine gewisse Ordnung in zwischenmenschlichen Beziehungen wollten, ansonsten würden wir wohl aufeinander ohne Sorge schießen können, wen kümmerts?

Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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