„DFB: Mas integracion“

Jeder Mann schaut gerne Fußball. Mein Mann auch. Es ist ein Naturinstinkt wie der, bei einer attraktiven Frau eine dicke Hose zu bekommen. Ich komme manchmal dazu, den Mist mit anzuschauen, weil ich am Essen bin und wir einen offenen Essbereich haben. Also schaue ich mir nun zum dritten Mal die Werbung des Deutschen Fußball-Bundes an, die mich vor Peinlichkeit jedes Mal unter den Tisch kriechen lässt oder mir zumindest die Schamesröte ins Gesicht treibt. Da werden lauter mittelmäßig angezogene unattraktive Frauen und Männer im mittleren Alter gezeigt und es wird gefragt, was diese „Menschen“ denn alle gemeinsam hätten. Man denkt sich- na ja- sie kaufen wohl alle bei „Woolworth“ ein und sind Hartz-IV-Empfänger. Der Sprecher sagt dann mit einer den Orgasmus stimulierenden Stimme: „Ihre Kinder spielen in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft“. Und dann schließt er mit einem sentimentalen Musik-Unterton: „DFB: Mas integracion“. Der spanische Spruch zielt natürlich auf die Millionen Deutschen an, deren Urlaubs- und Auswanderungsland Nr. 1 Spanien ist. Ich frage mich, warum die Werbetexter nicht mehr Integration auf türkisch, arabisch oder einer afrikanischen Nationalsprache gepriesen haben? Schürt das vielleicht doch zu große Ängste vor „mas integracion“?

Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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3 Antworten zu „DFB: Mas integracion“

  1. Sebatian schreibt:

    Sehr unqualifizierter Kommentar. Was für ein Unsinn! Unsere Nationalmannschaft ist ein Musterbeispiel für gelungene Integration!

  2. Thomas schreibt:

    Sehe ich genauso, finde es ist eine Beleidung für das Deutsche Volks, dass eine „Erziehungsmaßname“ gerade vor einem Länderspiel gezeigt wird. Mesut Özil’s Freundin ist ja damals „aus Liebe“ zum Islam übergerteten – Liebe zu Özil wolgemerkt nicht zur Religion – und hat sich später wieder von ihm getrennt. War der so gut integrierten Familie Özil etwa eine Christin nicht gut genug, vielleicht sogar eine Schandfleck? Hat sie weiterhin Schweinefleisch gegessen und sich vielleicht geweigert, sich wie Mesuts Mutter zu verhüllen, so wie es der Koran vorschreibt? Anscheinend integrieren wir Deutschen uns noch nicht gut genugt in die islamische Lebensweise! Es wird höchste Zeit, dass wir uns besser anpassen, sonst muss am Ende wieder eine Importbraut her, die uns dann in einem Einspieler erklärt, wie gut integriert sie hier ist! Und das wäre doch eine Schande für uns Deutschen, dass die Özils & co es so gut hinbekommen und wir ständig an unserer Integration scheitern!

  3. Bernd schreibt:

    Wozu die ganze Aufregung. Ich finde unser afrikanischer Freund, als Gastgeber, outet sich doch als perfekt integrierter Pfälzer (Pälzer). Denn wenn die Salatschüsselfraktion einläuft, sagt er ganz selbstverständlich – Ah mol do – was auf gut Pfälzisch/Deutsch soviel heisst wie “ schau mal an “ oder sinngemäß auch „sieh mal wer da kommt“ . Ich jedenfalls finde den Gag gelungen. Genial wäre gewesen wenn noch jemand gerufen hätte. „Roikumme mer essen “ – (reinkommen wir essen).

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