„Ein ganz klarer Fall: Das Dietmar-Bär-Spanienwein-Paket!“

Ich habe mir kürzlich etwas bei „amazon“ bestellt. Als ich es erhielt, entdeckte ich im Paket die oben zitierte Werbung für sechs Weine aus Spanien, die anstatt 59 jetzt „nur“ 29 Euro kosten. Da ich in diesem Land beizeiten residiere, kenne ich mich beim spanischen Wein ziemlich gut aus. Mit Sicherheit besser als der dicke Schauspieler, der sich auf dem Werbe-Schmierzettel als Weinkenner ausgibt. Auf dem Werbezettel stehen die buntesten Beschreibungen wie „wunderbar voll und reif“ und „sehr samtig am Gaumen“, was man auch über Buttermilch und lauwarmen Kakao sagen kann. Die Weine werden in Spanien natürlich nicht in den Lokalen ausgeschenkt- sie werden gar nicht ausgeschenkt. Die gibt es da nicht. Wahrscheinlich sind es Weine aus dem deutschen Weingebiet und auf einmal wird auf den Dornfelder oder irgendeinen deutschen Weißwein ein spanisch klingendes Etikett geklebt, das ihn gleich zu einem besseren Wein macht, einfach weil er aus Spanien kommt. Ganz ehrlich, Leute, Wein sollte man vor Ort trinken und es gibt in Deutschland keinen besseren, als den deutschen Wein, in Frankreich keinen besseren, als den französischen und in Spanien keinen besseren, als den spanischen. Es würde einem Franzosen nie einfallen, spanischen oder deutschen Wein zu seinem Essen zu bestellen. Warum auch? Gibt es wirklich Leute, die so etwas bestellen? Die Weine variieren von drei Sterne-„sehr gut“, über vier Sterne-„exzellent“ bis zu fünf Sterne-„exzeptionell“ und ich frage mich, warum die vertrauendswürdigen „Weinkenner“ nicht anstatt des sehr gebildet klingenden „exzeptionell“ das deutsche Synonym „außergewöhnlich“ verwendet haben. Liebe „Wein&Vinos“-Kunden, wenn Sie für diesen Preis zwei „außergewöhnliche“ Weine erhalten, dann stimmt da etwas nicht oder es gibt noch eine Qualitätsstufe- göttlich, und die ist halt im „amazon“-Schein-Weinkenner-Paket nicht enthalten.

Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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6 Antworten zu „Ein ganz klarer Fall: Das Dietmar-Bär-Spanienwein-Paket!“

  1. Jemand, der sich für das Weinpaket interessierte schreibt:

    Ich frage mich hingegen, warum sich jemand, der sich über die Ausdrucksweise Anderer mokiert, nicht einmal die Bedeutung des simplen Wortes „beizeiten“ kennt. Es wird hier offensichtlich mit der vermeintlichen Bedeutung „zeitweise“, bedeutet aber eigentlich soviel wie „rechtzeitig“.
    Ich kenne mich zwar weder mit Weinen noch mit den Bestimmungen und Abläufen des Weingeschäfts besonders gut aus, halte es aber für übertrieben, vinos.de Etikettenschwindel zu unterstellen. Insgesamt wirkt dieser Beitrag auf mich sehr prätentiös und affektiert. Die jeweiligen Bedeutungen der von mir im vorangegangenen Satz verwendeten Adjektive lassen sich auf http://www.duden.de recherchieren

    • Geberg schreibt:

      Hallo aus Bonn,
      ich habe mich auch als deutsche Weingeniesserin auf das Wagniss eingelassen mir dieses 29 € Probierpaket zu gönnen. Es schmeckt in allen Variationen vom 3,95 € Wein bis zum 18,95 Wein hervorragend. Wer sich ein Urteil erlauben kann ist nur Derjenige, welcher es auch probiert hat. Und dennoch gilt: Geschmäcker sind unterschiedlich.
      Liebe Grüsse Gaby

  2. Paul Winkler schreibt:

    Wer ein derart depriemierten Eindruck hinterlässt, wie Sie es hier auf Ihrer Homepage tun, der sollte sich ALLERDINGS mit Weinen auskennen, um sein elendes Selbstmitleid und den Hass auf andere darin ertränken zu können. Als geprüfter Sommelier-Meister und Ausbilder bei der DWS in Hamburg bestätige ich Ihnen hiermit, dass Sie nun wirklich überhaupt keine Ahnung haben. Der 2005er Avoir und der 2006er Enrique Mendoza sind wirkliche Spitzenweine, über die es sich einfach nicht zu diskutieren lohnt. Sollten Sie nun doch in Versuchung kommen und sich das Paket bestellen, dann werden Sie schnell merken, wie recht ich habe.

    MfG

    • ruthwitt schreibt:

      Lieber Herr Chefanrührer in der Zementfabrik, der dank eines Volkshochschulkurses zum Verkoster degradiert ist! Oder sollte ich gleich Herr Bär sagen? Es freut uns alle in der Redaktion sehr, dass derart sozioökonomisch als Plage erscheinenden Schaben wie Sie dank des vierten Bildungswegs doch noch ihren Platz in der Gesellschaft finden und für das Ausleben Ihrer Alkoholpassion nicht mehr Mutti und Vati um Taschengeld bitten müssen oder unsere schwer strapazierten Sozialkassen belasten müssen. Ein guter Wein benötigt keine fettsüchtiges Schauspielerbonem, um als gut bewertet zu werden und wer niemals ein Weingut besessen und selbst den Anbau und die Verarbeitung ein Leben lang mitgemacht hat, wird nie wissen, was ein guter Wein ist. Einen guten Tropfen würde ein Weinbauer niemals Schmarotzern wie Ihnen auch nur zeigen, geschweige denn davon kosten lassen. Wir verstehen Ihre Frustration darüber, dass Sie es niemals wirklich zu etwas bringen werden und daher jetzt in der Werbebranche tätig sind, wo Sie an Ihre mangelnden Fähigkeiten nicht erinnert werden müssen. Was machen Sie als nächstes, Sie Quell der Talente- den IT-Fachmann bei Humboldt?

  3. Freddy Rabak schreibt:

    Amüsant was da abgeht. Lieber Herr Paul Winkler, ihr Eintrag hat mich dazu förmlich verleitet dieses köstlichen Blog auf meinem Blog zu veröffentlichen. Ihre Meinung zum grinsen! Ich lebe seit 11 Jahren in Spanien und kenne mich ziemlich gut mit Weinen aus, aber so ein „Paket“ würde mich nie zu einer Bestellung bewegen. Guten Wein bekommt man in jeder gut sortierten Vinothek, aber nicht mit Schauspielern „verziert“ oder „veredelt“. (Die ich nicht einmal kenne, weil ich auch keinen „Tatort“ ansehe. (bis auf jenen, wo ich mitspielte) …
    Danke😉

  4. Kellner Udo schreibt:

    Jemand kann – muss aber nicht – sein Geld in Wein tauschen. Wer das macht kann nach oder während des Trinkens entscheiden ob der Tausch gut war. So einfach ist das. Wer nicht tauschen will muss sich auch nicht aufregen.

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