Strauss-Kahn: Ein typischer Beamter

Die Welt ist erschüttert- unser IWF-Chef ist ein Lebemann. Wer ist überrascht, dass ein Beamter ein Lebemann ist? Der einzige Fehler von Strauss-Kahn ist seine Unbeholfenheit, denn Lebemänner sind sie alle. Alle Beamten, die millionenhohe Gehälter und Abfindungen erhalten, alle vor denen wir undemokratischen Trotteln grundlos so viel Respekt haben und die ja so viel mehr Mensch sind, als wir alle, denn von unseren Staatseinnahmen leben sie. Wenn Sie sich als Durchschnittsbürger und/oder Randgruppenvertreter keine ordentliche Wohnung leisten können, weil Sie zu wenig verdienen, denken Sie daran, dass die Missstände, die Sie täglich als Bürger erleben, unseren Politikern und Beamten ein sagenhaftes Gehalt und ein Leben in Wonne und Saus und Braus garantieren. Ich frage mich nur, wann die Bürger endlich beginnen, zu analysieren, warum diese Beamten so viel verdienen. Und warum die Sachbearbeiterin im Gemeindeamt, die so viel mehr zu tun hat, als die hohen Beamten, so ein Leck-Mich–am–Arsch Gehalt bekommt? Sind wir hier in China zu des Kaisers Zeiten? Wer hat bloß diese Idiotie erfunden, dass die Gehaltsstufe ganz ohne Verdienst, nur dank Kungelei und Vetternwirtschaft steigt?

Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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2 Antworten zu Strauss-Kahn: Ein typischer Beamter

  1. rhein main schreibt:

    Trotz der Vorwürfe finde ich es übertrieben, den Beschuldigten so lange in Haft zu lassen. Knapp eine Woche nach seiner Festnahme wegen versuchter Vergewaltigung hat Dominique Strauss-Kahn das Gefängnis verlassen können. Allerdings muss der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) eine elektronische Fußfessel tragen und wird wegen der Fluchtgefahr rund um die Uhr von bewaffneten Sicherheitsbeamten überwacht. Dem 62 Jahre alten Franzosen wurde eine Wohnung am New Yorker Broadway in der Nähe von Ground Zero zugewiesen. Es kann doch keiner ernsthaft glauben, dass er aus New York fliehen wird. Für mich war das nur unnötiges Vorführen eines Prominenten.

  2. Petra schreibt:

    Sie nehmen doch nicht ernsthaft einen machtversessenen Politikmagnaten, der dank „rechtmäßig“ erworbenen Bürgervermögens im „Sofitel“ übernachtet und zu geizig ist, für Sex zu bezahlen, in Schutz?

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