Österreich hat einen Milchbubi-Staatssekretär

Gewisse Parlamentarier in Österreich entrüsten sich heute wieder über ihren hochdotierten Windel-Staatssekretär. Worüber regen Sie sich wirklich auf, meine Herren? Ist es wirklich nur sein Alter und seine mangelnde Erfahrung? Ist es nicht eher die Tatsache, dass die Staatsbeamten im Allgemeinen unangemessen hoch bezahlt werden? Würden wir nicht viel zufriedener mit unseren Staatsbeamten sein, wenn sie alle, vom Bundeskanzler bis zur Sekretärin, das ungestaffelte Gehalt einer Putzfrau erhalten würden? Und ihnen sonstige Zuwendungen unter Androhung von Haftstrafen gesetzlich abgesprochen werden würden? Das Putzfrauengehalt ist immerhin fast der gesetzliche Mindestlohn und wenn die Putze, die sich den ganzen Tag mit der Scheiße und Unart der Menschheit abrackert, weil sie nicht hochwohlgeboren wurde, dieses Gehalt verdient, verstehe ich nicht, warum dies für die Staatsbeamten, die den ganzen Tag in sich hineinfurzen, nicht viel angemessener wäre? Wie fänden Sie es, wenn der österreichische Bundeskanzler 1200 Euro im Monat verdienen würde und mit der U-Bahn zur „Arbeit“ fahren würde? Sie ärgern sich nicht über den Milchbubi-Staatssekretär. Geben Sie es zu, Sie ärgern sich, dass Einkommen in unserer Gesellschaft ungerecht verteilt ist. Warum ändern Sie das nicht?

Über ruthwitt

Politikwissenschafterin. In Heidelberg studiert....
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